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Lebenszeitökonomie

Donnerstag, 25. Januar 2007 0:55

Das internationale Zahlungsmittel, überall anerkannt: Lebenszeit. Sehr knappe Resource, sonst müsste ich nicht nachts um kurz vor eins meine Einträge hier schreiben.

Eine Frage, die sich mir gerade ganz akut stellt: Wie viel meiner Lebenszeit möchte ich in banale Euros tauschen, und zu welchem Kurs? Mache ich den Hiwijob in der Sozialpsychologie oder mache ich ihn nicht?

Der Wert dessen, was außer Geld dabei rausspränge, ist meiner derzeitigen Perspektive nach sehr gering. Also werde ich wohl eher versuchen, mich fernzuhalten. Wenn ich nur wüsste, was ich statt dessen machen möchte?!

Leider kann man die Lebenszeit ja nicht auf einer Bank lagern und dann investieren, wenn man das richtige Spekulationsobjekt gefunden hat. Muss laufend ausgegeben werden ;-)

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Ein schönes Zitat am Abend – Religion pragmatisch gedacht

Freitag, 19. Januar 2007 1:07

Wie liebe ich es, Dinge von der einfachen Seite anzusehen. Heinrich Heine ist dafür ein Spezialist, und das hier müssen so etwas wie seine letzten Worte gewesen sein:

Dieu me pardonnera, c’est son métier.

Letzte Worte auf dem Totenbett. Quelle: Alfred Meißner: „Heinrich Heine. Erinnerungen“ (1856), Kapitel 5, zit. nach Heinrich Heine − Wikiquote

Auf deutsch:

Gott wird mir verzeihen, das ist sein Beruf.

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Tolle Bücher: Viktor Frankl

Donnerstag, 18. Januar 2007 2:22

Irgendwie passend zum letzten Eintrag, weil auch das eine sehr existenzielle Dimension hat: Ich bin vor kurzem auf Viktor Frankl gestoßen und total hingerissen. Habe mir gleich drei Bücher von ihm gekauft! Er hat die Logotherapie begründet, die davon ausgeht, dass psychische Krankheit letztlich auf Mangel an Sinn zurückzuführen ist. Auf ein Scheitern des Kranken also, seinem Leben einen Sinn zu geben. Besonders eindrücklich ist das, wenn man sich vergegenwärtigt, dass Frankl Auschwitz er– und überlebt hat…

Jedenfalls finde ich eine Menge wertvolle Anregungen für die Phase der Orientierung (und Orientierungslosigkeit) in der ich gerade bin. Zum Beispiel:

Müssen wir doch prüfen, ob es überhaupt erlaubt sei, nach dem Sinn des Ganzen zu fragen, ob also diese Frage selbst sinnvoll sei. Eigentlich können wir nämlich jeweils nur nach dem Sinn eines Teilgeschehens fragen, nicht nach dem „Zweck“ des Weltgeschehens. Die Zweckkategorie ist insofern transzendent, als der Zweck jeweils außerhalb dessen liegt, das ihn „hat“. Wir könnten daher den Sinn des Weltganzen höchstens in der Form eines sogenannten Grenzbegriffes fassen.

So einfach kann es sein. Im Begriff des Zweckes, des „Sinns“ selbst liegt der Verweis nach außen. Wenn man da nicht hin will braucht, darf man nicht fragen. Bleibt die Frage: Was kann man dann machen? Oder: Wenn man doch nach außen will, wo genau will man hin?

Hier noch eine Spur:

der Glaube ist nicht ein Denken, vermindert um die Realität des Gedachten, sondern ein Denken, vermehrt um die Existentialität des Denkenden.

Spannende Zeiten diese…

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Nachholen: Italien-Blog

Sonntag, 31. Dezember 2006 18:13

Wen ich damals (so lange ist es ja noch gar nicht her!) vergaß, zu meinem Blog aus Padova einzuladen, oder vielleicht noch gar nicht kannte, kann diesem Link folgen und ein bisschen in meiner Vergangenheit stöbern: Italien-Blog. Da ich mich technisch damals noch im Mittelalter befunden habe und keine Kommentarfunktion verfügbar war könnt ihr mir gerne hier noch die eine oder andere Bemerkung hinterlassen.

Um ein wenig auf die Fährte zu führen hier ein paar Bilder, die ich bisher noch nicht im Netz hatte:

[…]

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Kunst als Projektionsfläche für individuelle Erfahrungen am Beispiel „Star Wars“

Mittwoch, 27. Dezember 2006 0:28

Bisschen hochtrabender Titel, aber wirklich ein spannendes Thema, auf das ich über Basti gestoßen bin: Während zur Zeit der alten Trilogie der gute, naive Luke Skywalker Held und Idol der Zuschauer war identifizieren sie sich heute anscheinend mehr mit Anakin, dem von Ehrgeiz getriebenen späteren Darth Vader.

Könnte Spiegel einer gesellschaftlichen Veränderung sein. Könnte aber auch einfach damit zusammenhängen, dass Anakin der Protagonist der aktuellen Trilogie ist…

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Heute entdeckt: Was wichtig ist

Donnerstag, 21. Dezember 2006 23:05

Über das StudiVZ (wer noch nicht dabei ist: Mitmachen, hat seine Schwächen und Fehler, ist aber ein tolles Konzept!) bin ich heute auf folgenden Text gestoßen, dort auf deutsch aber viel schöner im englischen Original:

The Invitation

It doesn’t interest me what you do for a living.
I want to know what you ache for
and if you dare to dream of meeting your heart’s longing.
[…]

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