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Der Kalte Krieg um die Erwärmung

Montag, 8. Juni 2009 15:34

Ein NYTimes-Artikel zieht eine interessante Parallele zwischen den Verhandlungen in der Ära des Kalten Kriegs und aktuellen Klimaverhandlungen zwischen den USA und China.

Das Thema ist moralisch heiß — im Kern stehen sich zwei Tatsachen gegenüber: Einsparungen durch moderne Technologien sind viel einfacher in Entwicklungs– und Schwellenländern zu realisieren als in der „Ersten Welt“. Letztere ist aber verantwortlich für einen Großteil des bisher angerichteten Schadens, und hat immer noch den höheren Lebensstandard, der sich in entsprechend großen Emissionen niederschlägt.

Wenn man sich nicht der minimalistischen Perspektive anschließen möchte, dass es toll ist dass USA und China überhaupt über Klimaschutz verhandeln, kann man den Artikel leider nur mit einem grimmigen Schmunzeln lesen:

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Wikipedia-Soziologie

Montag, 8. Juni 2009 15:18

Vor einer Weile habe ich hier schon Gedanken zu den Zukunftsaussichten verschiedener Enzyklopädie-Modelle veröffentlicht, und bin dabei auch kurz auf die Faszination der Auseinandersetzungen zwischen aktiven Benutzern und Gruppen auf Wikipedia eingegangen. Anlässlich eines eskalierten Streits über Artikel rund um Scientology berichtet die NYTimes und liefert damit noch ein paar interessante Facetten zu meinem älteren Artikel:

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Gemeinwohl und Sonderinteressen

Freitag, 5. Juni 2009 12:42

Bei aufmerksamem Lesen findet man in der NYTimes regelmäßig berichte über die Wirkung von Lobbyismus auf die amerikanische Politik. Dieser Zusammenhang ist ein Hauptargument von mir, Politik und Wirtschaft nicht als zwei getrennte Systeme zu verstehen. Und damit letztlich ein Zweifel an dem Idealbild des starken, effizienten Marktes, der im richtigen gesetzlichen Rahmen zu aller Wohl führt. Meine These: Der Markt macht sich zu weiten Teilen seinen Rahmen selbst. Welche Folgen das für politische und ökonomische Alternativkonzepte hat muss ich hier offen lassen.

Statt dessen zitiere ich aus einem Artikel über den Kampf der amerikanischen Banken gegen eine ausgeweitete Privatinsolvenz, in dem einige interessante Mechanismen ausgeführt werden:

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Aufmerksamkeit ist endlich

Sonntag, 24. Mai 2009 13:29

Eigentlich hat man es ja schon oft genug gehört, aber so richtig im Leben und in der Lebenspraxis ist es wohl kaum angekommen — die Zerstreuungen und Ablenkungen der modernen Welt machen uns unproduktiv und mürbe.

Ein interessanter NYTimes-Artikel macht diesen Punkt noch einmal in aller Deutlichkeit, und hat auch einen praktikablen praktischen Ratschlag:

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Und sie bewegt sich doch — Vegetarischer Tag in Gent

Freitag, 22. Mai 2009 16:48

Über den Magic–Newsletter lese ich in einem Artikel auf BBC, dass die belgische Stadt Gent, etwas größer als Freiburg, einen vegetarischen Tag einführt, an dem Stadtangestellte und –politiker mit gutem Beispiel vorangehen und vegetarisch essen, um den ökologischen Fußabdruck (vor allem Treibhausgase) der Stadt zu verringern und gleichzeitig Übergewicht zu reduzieren… Außerdem schließen sich die Schulen an, und es werden Stadtpläne mit vegetarischen Restaurants etc. verteilt. Wow! Wo bleibt Freiburg?!

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Unkown unkowns

Freitag, 22. Mai 2009 15:56

Zielloses Herumstreunen in den Weiten des Internets bringen mich zuerst auf das Ziel einer alten Google-Bombe über „Weapons of Mass Destruction“ und dann auf eine Buch mit Zitaten von Donald Rumsfeld, dessen poetische und philosophische Qualität auch von mir schon früher anerkannt wurde, mit folgendem Zitat in meiner Sammlung:

Der Tod neigt dazu, eine deprimierende Sicht des Krieges zu vermitteln.

Hier also noch eine wirklich tiefsinnige und nachdenkenswerte Ausführung von ihm, zitiert aus der Amazon.com Seite des Buches:

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Enzyklopädie gestern, heute und morgen

Freitag, 22. Mai 2009 15:50

Ein NYTimes-Artikel über das Ende (und Scheitern) von Microsofts’s Encarta enthält einige interessante Ausführungen über die Legitimierung von „Wissen“ in unserer Gesellschaft. Hier zuerst ein zentrales Zitat, dann einige Gedanken von mir:

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Denn sie wissen nicht, was sie glücklich macht

Donnerstag, 21. Mai 2009 19:37

Ich schaue immer noch mit Vergnügen und einer gewissen Wehmut durch die Leseempfehlungs-Rundmails, die meine kalifornischen Mitbewohner von Magic an die Studenten ihres Stanford-Seminars zu „Valuescience“ und Interessierte Freunde (so wie mich) schicken. Ein großes Steckenpferd dieser Denkrichtung ist, dass wir uns in der Regel täuschen, wenn wir versuchen einzuschätzen, wie viel Glück oder Freude eine bestimmte Sache (oder auch ein Job, ein Lebenspartner, …) uns bringen werden. Und damit natürlich suboptimal leben.

Ein Aspekt davon wird sehr schön illustriert von dem Psychologen Dan Gilbert aus Harvard in einem TED-Talk, in Form der bekannten Abweichungen von der Rational Choice Theory. Für Psychologen und Ökonomen eine schöne Auffrischung und Anschauung, für alle Anderen vermutlich sehr lehrreich. Es stellt sich nur die Frage, was daraus für unsere Lebensführung folgt? Ein Punkt, den die Magic-Leute machen, ist: in unseren Entscheidungen mehr darauf vertrauen, wie es anderen Leuten geht, die sich für eine der Alternativen entschieden haben, die wir erwägen. Wir seien nicht so besonders wie wir immer denken. Was dort radikal gelebt wird und (so wurde mir berichtet) nach einer systematischen Befragung von verheirateten Frauen dazu geführt hat, dass die zwei Mütter in der WG sich entschieden haben „alleine“ Kinder zu bekommen und sie in der Community großzuziehen.

Genug Erinnerungen, hier geht’s zum Video:

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Schweinegrippe, oder: die News/Death Ratio

Dienstag, 19. Mai 2009 18:56

Wie sich zeigen wird ist dieser Beitrag ein wenig paradox. Bevor ich gleich auf ein Video verweise, das sehr schön den Punkt macht, dass über diese Sache viel zu viel berichtet wird, erlaube ich mir eine kleine vegane Bermerkung. Ohne dass die armen Tiere etwas dafür könnten – ohne die (intensive) Tierhaltung gäbe es das Problem der überspringenden und mit Menschenviren verschmelzenden Erreger nicht. Und damit nicht das anscheinend ständig über uns hängende Damokles-Schwert einer Pandemie. Steter Tropfen höhlt den Stein… ;-)

Jetzt aber zum Video. Ein wenig missionarisch, und so eindeutig moralisch im Recht dass es fast weh tut, dennoch nett anzuschauen, ein interessanter Gedanke schön dargestellt: Die News/Death Ratio …

Eignet sich auch schön, um das schöne Online Daten-Tool GapMinder in Aktion zu sehen, über das ich bald nochmal ausführlicher schreiben werde.

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Zwischen Biologie und Kultur

Sonntag, 10. Mai 2009 14:09

Ich habe mich in Gespräche mit anderen Psychologiestudenten schon öfter seltsam gefühlt, weil ich gegen das Neuropsycho-Fieber komplett immun zu sein scheine, das in unserer Disziplin ansonsten gerade grassiert. Ich finde neurobiologische Erkenntnisse grundsätzlich sehr interessant, aus einer philosopisch-grundlagenwissenschaftlichen Perspektive. Es geht ihnen meiner Meinung nach aber die praktische Relevanz großteils ab. Wobei diese Aussage an die ganz grundsätzliche Frage nach der relativen Bedeutung biologischer und kultureller Faktoren für unsere Existenz und unsere Eigenschaften rührt. In meiner Prüfungsliteratur für Kulturpsychologie fand ich dazu eine sehr schöne Ausführung, die aber natürlich nicht als neutrale Einschätzung zu lesen ist:

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