Autorenarchiv

Nassehi über Inhalt und Form von Sarrazins Äußerungen

Sonntag, 31. Oktober 2010 0:21

Ich bin leider mittlerweile so weit vom Münchner Geschehen entfernt, dass es eines Artikels in der NYTimes bedarf, um mich darauf aufmerksam zu machen, dass sich schon vor einiger Zeit der von mir geschätzte Soziologe Armin Nassehi in der FAZ zu Sarrazin geäußert hat.

Allerdings liest sich dieses immer noch sehr gut als Nachwort und Legitimation von Sigmar Gabriels Stellungnahme, die ich schon vor einer Weile hier lobend erwähnt habe.

Der Tonfall ist insgesamt ruhiger als bei Gabriel, und er bezieht sich mehr auf die gesamte Breite von Sarrazins Thesen, auch diejenigen, die als legitimer Beitrag zu einer wichtigen Diskussion verstanden werden können. Sehr gut gefällt mir die Balance zwischen inhaltlicher und, wenn man so möchte, meta-textlicher Kritik, die Nassehi trifft. Sie wird schon im Eingangsabsatz deutlich:

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Thema: Deutsch | Kommentare (2) | Autor:

The heated German debate about immigration explained to friends abroad

Samstag, 30. Oktober 2010 23:32

I take the opportunity to point my American and other friends abroad to an excellent NYTimes Op-Ed by renowned German philosopher Jürgen Habermas, who takes on the task of explaining and historically locating the recent debate about immigrants that exploded with a book by Thilo Sarrazin. He also deals with two other important contemporary phenomena (in his words: „attraction to charismatic nonpoliticians and the grass-roots rebellion in Stuttgart“). To German readers, I think the article is still worth the time, linking together seemingly disparate events in a broad frame of interpretation.

His final paragraph strikes a moderatly optimistic tone, and could well be read as an appeal to American voters in the upcoming mid-terms:

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Thema: English | Kommentare deaktiviert | Autor:

Immer wieder spannend: Geld und die Wahlen

Dienstag, 26. Oktober 2010 12:38

Ein wiederkehrendes Thema von mir, meiner Meinung nach von Ökonomen vernachlässigt, die über optimale Regulierung von Märkten nachdenken, aber die Rückwirkung der Märkte (bzw. ihrer großen Akteure) auf die Politik übersehen: Der Einfluss von Geld in demokratischen Wahlen.

Das Thema ist in den USA entweder größer als hier, oder wird dort offener diskutiert. Jedenfalls berichtet die NYTimes in einem spannenden Artikel, dass sich gerade den Republikanern nahestehende Gruppen massiv in den Wahlkampf einschalten. Das Tollste dabei ist, dass diese als unabhängige Organisationen sehr viel mehr Freiheit haben als die Parteien selbst. Ihr Schwerpunkt liegt oft auf Angriffskampagnen gegen die Kandidaten der Demokraten und, es wird immer besser, die Spender können anonym bleiben (und tun das in der Regel auch).

Macht schon Sinn, zu vermuten, dass ein Unternehmen kein Geld auf den Tisch legt ohne einen entsprechenden Vorteil dafür zu bekommen? Die Republikaner sehen das verständlicherweise anders:

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Thema: Deutsch | Kommentare deaktiviert | Autor:

Sarrazins Populationsgenetik und seine wissenschaftlichen Quellen

Sonntag, 24. Oktober 2010 21:04

Wenn man so will ist die durch Sarrazin angestoßene Debatte um genetische Unterschiede zwischen verschiedenen Menschengruppen auch ein feines Beispiel für den Konstruktivismus. Wenn man annimmt, dass er die Dinge, die er zitiert, auch gelesen hat. Denn deren Autoren fühlen sich davon oft nicht richtig verstanden. Wie die SZ berichtet meldet sich mit Harry Ostrer auch ein Populationsgenetiker zu Wort, der wohl von Sarrazin verwendet wurde, um seine Aussagen zu stützen. (Ich hatte bereits kurz darüber geschrieben als die Intelligenzforscherin Elsbeth Stern in der ZEIT widersprochen hat).

Hier eine zentrale Aussage Ostrers aus der SZ, die die Erkenntnisse in Relation bringt:

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Thema: Deutsch | Kommentare (3) | Autor:

Fleisch in der Steinzeitdiät? Wenig.

Sonntag, 24. Oktober 2010 20:53

Auch wenig überraschend, aber wenn die SZ in ihrer Wissen-Rubrik schon darüber berichtet, kann ich es hier auch nochmal wiederholen: Das Fleischessen im großen Stil ist eine neue Erfindung. Milch ja sowieso. Heißt noch nicht, dass der Mensch am besten Veganer werden sollte. Aber macht immerhin evolutionäre und gesundheitliche Einwände unplausibel.

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Konstruktivismus nach Zahlen — Zwei Seiten des US-Arbeitsmarktes

Sonntag, 24. Oktober 2010 20:39

Mal wieder über Greg Mankiw komme ich zu einem Video, dessen Inhalt eigentlich zu speziell ist, um mich wirklich zu interessieren. Es geht um die Arbeitsmarktentwicklung der USA und darum, welche Politik darauf wie gewirkt hat.

Spannend daran ist, dass auf sehr anschauliche Weise ein ehemaliger Wirtschaftsberater unter George W. Bush die Aussagen kritisiert, die in einem ursprünglichen Video vom derzeitigen Chef des ökonomischen Beratergremiums unter Barack Obama gemacht werden. Die Aussagen werden auf clevere Weise nebeneinander gestellt, und dabei wird sehr schön illustriert, wie wenig Halt leider die von beiden Seiten präsentierten „harten“ Zahlen bieten. Im Video klingt natürlich der Kritiker überzeugend, aber ich bin ziemlich sicher, dass sich dem wiederum überzeugend entgegnen ließe. Gibt es eine „richtige“ Art, Zahlen auszuwählen und zu interpretieren? Und wenn nicht, was dann?

Hier ist jedenfalls das Video:

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Thema: Deutsch | Kommentare deaktiviert | Autor:

Colbert on Taxing the Rich

Freitag, 22. Oktober 2010 12:30

Stephen Colbert explores in his usual wonderfully entertaining and at the same time thought-provoking manner the topic of taxing the rich, subject of some recent posts of mine. I also like that Greg Mankiw blogged about it as well — he seems to be a good sportsman ;) . Here is the video:

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The US hasn’t lost her mind after all. At least Delaware hasn’t.

Sonntag, 17. Oktober 2010 21:18

Looking from the outside, I have been shaking my head in bewilderment at the Tea Party’s surge of popularity with mostly absurd ideas and world-views. I’m really relieved to read in the NYTimes that a pretty much unknow (but apparently smart and moderate) Delaware democratic candidate for Senate is leading by about 15 points in the polls against a tea party-backed republican who surprisingly won in the primaries against a well-established moderate republican. And he’s even playing it nice:

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Facebook als Soziologiecrashkurs

Sonntag, 17. Oktober 2010 20:30

Ich habe vor kurzem den gerade erschienen Film über die Entstehung von Facebook gesehen („The Social Network“) und war positiv überrascht. Ich fand, dass er weit über sein eigentliches Thema hinausging, indem er das Leben und Streben meiner Generation abbildet, besonders natürlich in ihrer US-amerikanischen Färbung. (Auch ein lesenswertes NYTimes-Review spricht ihm eine Empfehlung aus).

Entsprechend sensibilisiert fand ich einen anderen Artikel interessant, der beschreibt, wie unsere sozialen Beziehungen sich in Facebook abbilden, und vielleicht umgekehrt davon geprägt werden. Bisher wurde uns von Facebook ein recht egalitäres Verständnis von sozialen Beziehungen aufgezwungen:

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Thema: Deutsch | Kommentare (1) | Autor:

Has government spending failed in the crisis? We should have tried.

Freitag, 15. Oktober 2010 23:04

After giving quite some space to Greg Mankiw recently, I’d like to share an article by NYTimes Op-Ed columnist (and economist) Paul Krugman with you. He can be considered a member of the opposing (i.e. liberal, democrats-leaning) camp to Mankiw. In the column, he argues convincingly (and surprisingly) that the big rise in government spending that failed to really boost the US economy did so because it never really happened:

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Thema: English | Kommentare (2) | Autor: