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Perspektiven: Weltkarten mal anders

Montag, 19. Februar 2007 20:42

Es lohnt sich doch auch manchmal, Zeitung zu lesen… Über Jos fleißige Lektüre der SZ-Wissens-Seite bin ich auf eine Internetseite aufmerksam gemacht worden, die unter verschiedenen Aspekten verzerrte Weltkarten zeigt: Worldmapper. Bekanntermaßen ist ja unsere altbekannte, eurozentrische Weltkarte insofern schon heikel, als sie eine winkeltreue, aber damit zwangsläufig nicht flächentreue Projektion der Erde in die Ebene darstellt.

Der Unterschied ist übrigens wirklich erstaunlich: Man vergleiche die gängige Mercator-Projektion mit der alternativen Peters-Projektion.

Doch auch darüber hinaus können Weltkarten andere Informationen vermitteln, als üblicherweise damit getan wird. Worldmapper verzerrt dafür die Weltkarte nach verschiedenen Kriterien. Interessante Einstiesgspunkte sind die Lebenserwartung, Wohlstand im Sinne von hohem BIP, und die Sterblichkeit von Kindern zwischen dem ersten und vierten Lebensjahr.

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Welt der Worte

Mittwoch, 14. Februar 2007 16:10

Es gibt mit tagcrowd.com eine Internetseite, auf der man kostenlos eine sogenannte „Tag Cloud“ eines eigenen Textes erzeugen kann — eine visuelle Darstellung der häufigsten Wörter. Ist echt interessant zu sehen, was zentrale Begriffe eigener oder fremder Texte sind.

Tipp: In der Blacklist sollte man „German Common Words“ auswählen, sonst wird es langweilig :-)

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Wikipedia und die Universitäten

Mittwoch, 14. Februar 2007 16:02

Über Bastis Blog erfahre ich von der Idee, die Universitäten ins Wikipedia-Projekt zu integrieren, sowohl technisch (Wikipedia braucht viele große Server) als auch inhaltlich/fachlich.

On a simple level this might mean Universities could donate money to help keep it afloat, why not is would be much more cost effective than paying for a subscription to Britannica Online. On a more radical level it might mean that Universities become invested in the content of Wikipedia. That is what if professors took time to update, manage, watch and contribute to Wikipedia, becoming a public intellectual

academhack » Blog Archive » The Future of Wikipedia

Mir scheint das Kernproblem hier in der Fortschreitenden Ökonomisierung der Wissenschaft und der Universitäten zu liegen. Je mehr sowohl die Uni als auch der einzelne Wissenschaftler für ihr Vorankommen darauf angewiesen sind, besser als andere zu sein, desto geringer naheliegender Weise ihre Motivation, ihre Ressourcen kostenlos zu teilen.

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Video: Die Geschichte des Internets

Mittwoch, 14. Februar 2007 15:44

Was moderne Anthropologen alles spannendes machen! Zum Beispiel ein echt knackiges Video über die Entwicklung des Internets bis heute — nicht technisch, sondern unter dem Aspekt, wie sich dadurch unser Umgang mit Informationen und Menschen verändert.

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Moderne Propheten

Mittwoch, 14. Februar 2007 14:36

Für alle, die gerne wissen wollen was die Zukunft bringt gibt es eine interessante neue Möglichkeit: Seiten mit Zukunfts-Vorhersage-Wetten. Die Idee der „Weisheit der Massen“ ist nicht neu, aber sie funtioniert immer besser, umso mehr natürlich wie sich Leute beteiligen.

Die NYTimes schreibt, dass mittlerweile fast alle großen Unternehmen intern solche Wettsysteme haben, um den Managern Zugang zum Wissen der Mitarbeiter zu geben. Global (oder zumindest für America & Friends) scheint sich Intrade durchzusetzen.

Die aktuellen Prognosen für die Präsidentschaftswahlen sind: Auf der Seite der Demokraten wird mit 49% Wahrscheinlichkeit Hillary Clinton antreten, mit nur 21% abgeschlagen dahinter Barack Obama, geringe Chancen noch für Edwards und Gore.

Für die Republikaner McCain (36%), Giuliani (24%) oder Romney (nie gehört, 18% …). Und wahrscheinlich verlieren, die Wetten sehen die Demokraten mit 57% vor den Republikanern mit 42%.

Klingt soweit ja nicht schlecht. Leider sind die Wetten was Frankreich angeht für mich ziemlich schockierend zu lesen: Die hübsche Dame mit dem schönen Namen Marie-Ségolène Royal 33%, der grimme Sarkozy 56% Wahrscheinlichkeit PräsidentIn zu werden. Oh Oh. Wollen wir mal hoffen, dass die Massen im Abstimmen klüger sind als im Wetten ;-)

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Unswoosh

Dienstag, 13. Februar 2007 3:52

Ich habe mir gerade ein neues Paar Stiefel gekauft, mit dem ich schon lange geliebäugelt hatte: Die tollen „Blackspot Sneaker V2“. Sehen cool aus, tragen sich hervorragend, aber was sie vor allem auszeichnet:

it’s made in a safe, comfortable union factory with all– vegetarian materials, including 100% organic hemp uppers and recycled tire soles. One of the Earth-friendliest shoes around.

BlackSpot Shoes

Für mich war das also vor allem ein guter Weg, vegane Schuhe zu bekommen, habe sie auch über eine Seite aus der Veganer-Szene bestellt, die ich bei der Gelegenheit auch nicht-Veganern sehr empfehlen möchte: Roots of Compassion.

Ich habe mich dabei schon ein bisschen gewundert, wo der Marken-Hass herkommt, der hinter der Sache eigentlich mehr als vegane Ideale steckt. Und es jetzt zufällig herausgefunden: Der Druck zu Markenklamotten ist unter jungen Leuten in Amerika ein echtes Problem, was auch einen berühmten Basketballer motiviert hat, mit einer eigenen Billigserie auf den Markt zu gehen, die auch cool sein soll, ohne dass die Käufer verarmen oder Opfer von Raubüberfällen werden:

[…]

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Wir werden alle glücklich sein: Positive Psychologie

Dienstag, 13. Februar 2007 2:52

Eine Entwicklung der zeitgenössischen Psychologie macht mir gerade Angst. Sie kommt (wie könnte es anders sein) aus Amerika, ist mit einem der ganz großen Namen der modernen, kogntiven Psychologie verbunden (Martin Seligman, bekannt für seine Arbeit zu Depression), und mit einer netten Anekdote verknüpft:

Seligman likes to tell the story of how his daughter Nikki, when she was 5, accused him of being a grouch. She reminded him that he had criticized her for being whiny and that she had worked hard to stop whining. If she could stop being whiny, he could stop being grumpy. He realized, he says, that she was right, that he was “a pessimist and depressive and someone of high critical intelligence” and that he needed to change. Seligman, who at 54 had just been elected president of the American Psychological Association and was renowned for his hard science — most of his research had been in depression — decided to put his considerable talents into finding out “what made life worth living.”

Happiness 101 — New York Times

Im Grunde tut er damit ja etwas, was ich auch mache, zur Zeit ja mal wieder besonders intensiv. Wo er allerdings hinkommt auf seiner Suche, das finde ich gruselig:

[…]

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Die Wissenschaft und das liebe Geld

Dienstag, 13. Februar 2007 2:03

Dass die Förderung des Wissens unserer Gesellschaft ein hohes Gut ist, diese Überzeugung teilen wohl die meisten von uns. Wie man das genau anstellen sollte, darüber gehen die Meinungen auseinander. Einige halten es für sinnvoll, die Wissenschaft als einen freien Markt zu organisieren. Ich nicht, und hier ist ein kleines Beispiel dafür, warum ich so denke.

Die Ergebnisse der Forschung können offenbar extrem davon abhängen, wer sie bezahlt hat. So kamen in Bezug auf die Gesundheitsrisiken von Bisphenol A, einem Stoff aus Lebensmittelverpackungen, 90% der mit öffentlichen Mitteln finanzierten Studien zu bedenklichen Ergebnissen, während dies bei keiner Studie mit Geldern der betroffenen Industrie der Fall war…

[…]

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Jamendo: Trafic de Blues

Dienstag, 13. Februar 2007 1:45

Ich habe ja schon einmal ein einem Eintrag auf Jamendo hingewiesen, eine legale Quelle von cooler, neuer, kostenloser Musik. Hiermit jetzt der erste konkrete Tipp: Trafic de Blues kommen aus Frankreich (wie übrigens geschätzte drei Viertel der Gruppen auf Jamendo), machen „Blues-Funk-Boogie“ und rocken dabei richtig. Einfach mal reinhören :-)

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In eigener Sache: Google-Treffer

Sonntag, 11. Februar 2007 21:34

Ich habe ja ein tolles Besucherstatistik-Programm als Plugin zu diesem Blog laufen, das mir eine Menge spannende Informationen liefert. Abgesehen davon, dass ich schon um die 10 Besucher pro Tag (!) begrüßen darf, worüber ich mich sehr freue, habe ich etwas Lustiges entdeckt: Das Programm zeigt nämlich an, von welcher Internetseite jemand zu mir kam (wenn er die Adresse nicht direkt eintippt oder per Lesezeichen kommt, was schon die meisten tun). Und ich bekomme immer wieder Verweise von Google!

Wenn man also z.B. nach den Begriffen „Klimawandel Rinder“ googelt (die ja nicht eigentlich zentrale Inhalte der Seite sind…), findet man mich recht weit oben — direkt hinter lauter mega-seriösen Sachen:

Google Klimawandel Rinder

Erklär mir mal jemand, wie das geht!

Übrigens: Mit dem Suchbegriff „Gedankenraum“ bin ich an zweiter Stelle von über 600 Treffern. Yeah!

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