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Unswoosh

Dienstag, 13. Februar 2007 3:52

Ich habe mir gerade ein neues Paar Stiefel gekauft, mit dem ich schon lange geliebäugelt hatte: Die tollen „Blackspot Sneaker V2“. Sehen cool aus, tragen sich hervorragend, aber was sie vor allem auszeichnet:

it’s made in a safe, comfortable union factory with all– vegetarian materials, including 100% organic hemp uppers and recycled tire soles. One of the Earth-friendliest shoes around.

BlackSpot Shoes

Für mich war das also vor allem ein guter Weg, vegane Schuhe zu bekommen, habe sie auch über eine Seite aus der Veganer-Szene bestellt, die ich bei der Gelegenheit auch nicht-Veganern sehr empfehlen möchte: Roots of Compassion.

Ich habe mich dabei schon ein bisschen gewundert, wo der Marken-Hass herkommt, der hinter der Sache eigentlich mehr als vegane Ideale steckt. Und es jetzt zufällig herausgefunden: Der Druck zu Markenklamotten ist unter jungen Leuten in Amerika ein echtes Problem, was auch einen berühmten Basketballer motiviert hat, mit einer eigenen Billigserie auf den Markt zu gehen, die auch cool sein soll, ohne dass die Käufer verarmen oder Opfer von Raubüberfällen werden:

[…]

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Im Zug in die Zukunft

Dienstag, 6. Februar 2007 10:36

Gestern habe ich ja den ganzen Nachmittag in Regionalzügen verbracht, auf dem Weg nach München, wo ich jetzt gerade dabei bin, den Studienplatztausch zu regeln. Nicht so einfach wie gedacht (und ich dachte nicht es wäre einfach!) aber dazu später mehr.

Im Zug nämlich wurde mir igendwann ein diffuses, komisches Gefühl bewusst. Und nach einer Weile kam ich auch auf den Grund: Die Züge, in denen ich unterwegs war, waren nicht überfüllt, aber doch ordentlich besetzt. Und zwar mit lauter alten Leuten! Unglaublich. Wahrscheinlich macht das die Reisezeit Montagnachmittags. Ich hoffe es!

Denn das war ein Bild von Deutschland, wie es nur die schlimmsten demographischen Prognosen vorhersagen. Gruselig, super-gruselig. Ich habe mich wirklich in einen Film über das Rentner-Paradies des Jahres 2050 versetzt gefühlt. Wie wohltuend dagegen, hier im Computerraum der LMU zu sitzen!

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Sparsamkeit

Mittwoch, 31. Januar 2007 1:47

Ich hoffe, mich damit nicht in die radikale Schwaben-Ecke zu stellen. Aber die Meldung und vor allem das Bild von den löchrigen Socken des Weltbankchefs Paul Wolfowitz finde ich ziemlich cool. Ich meine, hey — sein Anzug ist teuer genug…

Socken der Weltbank

(Bild: SZ online)

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Handys können Krebs auslösen

Mittwoch, 31. Januar 2007 1:37

Sieht aus, als wäre dieses leidige Thema endlich geklärt! Erleichtet aufseufzen wird, wer vorsichtshalber schon immer moderat handyfoniert hat. Und sich aus der Ecke der überdrehten Esoterik-Tanten rehabilitiert fühlen. Die SZ schreibt:

Um 39 Prozent erhöht sei bei dieser Bevölkerungsgruppe [Menschen, die seit mindestens zehn Jahren regelmäßig oder besonders intensiv ein Handy benutzen] das Risiko für Gliome, das sind Tumoren im Stützgewebe des Hirns, schreiben Wissenschaftler aus Finnland, Schweden, Dänemark, Norwegen und Großbritannien in der Online-Ausgabe des International Journal of Cancer.

Methodisch sind solche Studien ja extrem kompliziert, weshalb ich auch zuerst sehr gezweifelt habe. Immerhin muss man davon ausgehen, dass regelmäßige Handynutzer sich in einer Menge anderer Faktoren von anderen Leuten unterscheiden. In der gegenwärtigen Stimmung gegenüber dem Thema ist z.B. damit zu rechnen, dass sie insgesamt weniger gesundheitsbewusst sind…

Allerdings bin ich richig begeistert von einer speziellen Beweisführung, die hier verwendet wurde. Wissenschaft ist einfach cool!

Dabei stellte sich offenbar heraus, dass allein die Seite des Kopfes gefährdet ist, an die die Patienten das Mobiltelefon gewöhnlich halten.

Die genaue Stärke des Effektes wird natürlich erst nach und nach genau festzustellen sein. Könnte aber recht heftig werden:

Zuvor hatten schwedische Wissenschaftler um Lennart Hardell vom Universitätshospital Örebro im September 2006 ein noch höheres Risiko berechnet: Wer ein Handy mit aktueller Technik insgesamt länger als 2000 Stunden benutzt hatte, besaß demnach ein um das 3,7-Fache erhöhtes Risiko, an einem bösartigen Hirntumor zu erkranken.

Studie skandinavischer und britischer Forscher Handys können Krebs auslösen — Gesundheit — sueddeutsche.de

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Kinderwahlrecht

Sonntag, 28. Januar 2007 18:51

Wer wie ich gerne mehr Entscheidungen und Einfluss bei der Politik, weniger im ökonomischen Geschehen sehen würde, muss sich natürlich darüber gedanken machen, wie diese politischen Entscheidungen funktionieren sollen. Ein interessanter Aspekt, auf den ich gerade wieder gestoßen bin, ist das Kinderwahlrecht. Eigentlich entspricht es ja schon dem demokratischen Gedanken, dass jeder Bürger mitbestimmt. Irgendwie ist es nicht viel logischer, Kinder auszuschließen als z.B. Frauen (oder Männer, natürlich)…

Die Möglichkeiten:

[…]

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Der Kapitalismus und … (Teil 1) – Wikipedia

Sonntag, 28. Januar 2007 2:06

Nachdem ich hoffentlich bald Zeit habe, den „Neuen Plan“ weiterzudenken (wer sich über die zurückliegenden Themen informieren möchte oder vielleicht noch gar nicht weiß, was der Neue Plan ist, klickt hier oder auf den schlafenden Hund unten rechts) fange ich hier schon mal ein mit einem Beispiel der aberwitzigen Auswüchse des „freien Marktes“: Es gibt bald spezialisierte Firmen, die in Wikipedia Werbung plazieren, so wie das gegenüber Journalisten und Bloggern ja schon üblich ist.

Online-Lexikon Wikipedia kämpft gegen bezahlte Einträge

[…] Denn immer mehr Strategen des Guerilla-Marketings und
trendfeste Spürhunde in PR-Agenturen wollen die offene Wissensplattform
nutzen, um dort ihre eigenen oder die Interessen ihrer Kunden im Mantel
objektiver Erkenntnis zu platzieren — oder platzieren zu lassen.

jetzt.de — Online-Lexikon Wikipedia kämpft gegen bezahlte Einträge

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Effekte der (Massen-)Tierhaltung auf Umwelt und Klima

Sonntag, 28. Januar 2007 0:21

Nachdem ich in letzter Zeit wieder einige Gespräche über Veganismus geführt habe, bin ich motiviert mich selbst mal wieder intensiver mit dem Thema auseinanderzusetzten — ist es für mich doch eigentlich schon eine Selbstverständlichkeit geworden. Ich musste aber feststellen, dass in vielen Diskussionen mein Wissen aus der Lektüre zum Thema gegen widersprüchliches Wissen meiner Gesprächspartner steht. Ich unterstelle, dass es sich bei letzterem oft um die berüchtigten Selbstverständlichkeiten und Vorurteile handelt, die unsere Kultur unreflektiert weitergibt, und die in den letzten Jahrzehnten zusätzlich von verschiedenen Interessengruppen (vor allem aus der Landwirtschaftsindustrie) zusätzlich genährt wurden.

Natürlich muss ich das belegen, was in einem Gespräch sehr schwer ist — ich will ja nicht überallhin meinen dicken Bekehrungsordner „Vegane Fakten“ mitnehmen ;-)
In einer Serie meines Blogs zum Thema „Veganismus“ möchte ich deshalb die Quellen, die ich habe, nochmal raussuchen, hier die entscheidenden Stellen zitieren und Links zur Verfügung stellen.

Ich weiß, dass das einige Leser interessieren, anderen „tierisch“ auf die Nerven gehen wird (hihi) — und für viele vermutlich beides gilt. In diesem Sinne soll das hier einfach eine Einladung sein.

Weil ich darüber jetzt gerade in der ZEIT gestolpert bin, fange ich an einem Punkt an, der für mich bisher von eher nebensächlicher Natur war: Den Effekten der Tierhaltung (besonders natürlich der Massetierhaltung) auf Umwelt und Klima. Dazu gibt es nämlich gerade einen Bericht von der UN:
[…]

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Süddeutsche-Titel: Nahost-Machos: Israel ist eine Männer-Gesellschaft

Donnerstag, 25. Januar 2007 22:31

Oh Mann. Ich will ja nichts gegen Israel sagen. Aber ich will etwas dagegen sagen, dass man nichts gegen Israel sagen darf, außer die Kritik ist so schreiend, dass sie gar nicht ignoriert werden kann.

Aber im Prinzip geht es hier gar nicht so sehr um Israel. Es geht darum, dass Krieg und das Denken in kriegerischen Kategorien weit weit in Gesellschaften hineinwirkt. Und deshalb nicht passieren sollte. Ganz pragmatisch, unabhängig von grundsätzlichen moralischen Erwägungen.

Das hier ist also ein Interview aus der SZ, von mir zitiert aus jetzt.de:

Der Fall Katzav berührt ein lange tabuisiertes Thema in der israelischen Gesellschaft — die Position der Frauen in einer militärisch geprägten Männerwelt. Rina Bar-Tal, die Vorsitzende des Israel Women’s Network, gehört zu denen, die für Veränderungen kämpfen.

Sind die sexuellen Übergriffe, die Präsident Moshe Katzav vorgeworfen werden, ein Einzelfall — oder symptomatisch für ein tieferliegendes Problem der israelischen Gesellschaft?
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Kann Bio die Welt ernähren? – Auswirkungen des Biolandbaus auf die Ergiebigkeit der Böden

Montag, 22. Januar 2007 23:58

In der ZEIT gibt es ein interessantes Interview über Bio. Hier eine wichtige, für mich neue Erkenntnis:

ZEIT: 100 Prozent Bioanbau hat ihr Verband als Ziel formuliert. Aber Biolandbau braucht mehr Fläche. Können wir uns das bei einer anwachsenden Weltbevölkerung überhaupt leisten?
Dosch: In Europa bringt der konventionelle Anbau höhere Erträge. Aber wir legen hier Flächen still, weil wir mit der Überproduktion kämpfen. In Afrika oder Asien hingegen holt der ökologische Anbau mehr aus dem Acker als der konventionelle, er stabilisiert erodierte Systeme. Das Argument, der Ökolandbau könne die Menschheit nicht ernähren, stimmt nicht.

ZEIT online — Wissen — Ökologie : Runzlig war gestern

Außerdem bin ich beeindruckt, einen meiner Gedanken hier wiederzufinden: Das Paradox, dass der einzelne Mensch, dem man begegnet, eigentlich immer das Beste will. Und trotzdem oft etwas anderes tut. Dazu werde ich aber hoffentlich bald im Neuerplan-Wiki mehr schreiben. Wir brauchen ein besseres System!

ZEIT: Sie haben Biolandbau einmal als Methode bezeichnet, Landwirtschaft moralisch zu betreiben. Ist konventioneller Anbau also unmoralisch?
Dosch: Ich zweifle an den Methoden des konventionellen Landbaus und kritisiere das System, in dem die Bauern verstrickt und gefangen sind. Wenn ich aber bei einem einzelnen Landwirt am Tisch sitze, merke ich oft, dass er von denselben Fragen getrieben ist wie wir.

ZEIT online — Wissen — Ökologie : Runzlig war gestern

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Was man alles tun kann, wenn man abstrakt denkt

Donnerstag, 18. Januar 2007 2:10

Möchte mich zuallererst bei allen entschuldigen, die immer wieder hierher schauten und nichts neues fanden — ich war sehr beschäftigt und kann es nicht mal richtig bereuen. Aber vielleicht fangen meine Gedanken ja hiermit an, aus mir heraus ins Internet zu sprudeln, und die Einträge kommen wieder regelmäßiger.

Denn Anfang muss etwas unerfreuliches machen, auch wenn der Titel anderes verheißt. Ich bin auf einem New York Times-Blog darauf gestoßen, dass seit Jahrhunderten darüber „geforscht“ wird, wie man richtig zu hängen habe. Wahnsinn! Enscheidend ist also die Höhe des Falls, in Proportion zum Körpergewicht. Zu hoch, und die entstehende Kraft reißt dem Verurteilten den Kopf ab, wie jetzt wohl im Irak geschehen. Zu niedrig, und das Genick wird nicht gebrochen (so gehört sich das nämlich fürs richtige Hängen, dass das ein für allemal geklärt ist!) sondern der zukünftige Tote erstickt, wie z.B. nach den Nürnberger Prozessen, was auch mal eine knappe halbe Stunde dauern kann. Auf die spezielle Behandlung des Seils und des Knotens möchte ich nicht mehr eingehen. Nur anmerken, dass mich die Erinnerung an gehenkte Menschen im Nachkriegsdeutschland schon irgendwie getroffen hat.

Dass man sich mit dem allem so (anscheinend) rational beschäftigen kann, ohne Zweifel an der Sache zu bekommen. Ohne ins Grüblen zu kommen, was es heißt, jemanden zu töten, ob man das Recht dazu hat?

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