Geht die Schere zu? — das Verhältnis von Reichtum und Wachstum

Mit herzlichem Dank an meine Schwester und ihr Interesse am Studium (VWL) hier zwei interessante Grafiken, die das Verhältnis von bestehender Wirtschaftskraft (BIP) eines Landes und Wirtschaftswachstum des Landes abbilden:

Diese Abbildung mit den OECD–Ländern zeigt, dass reichere Länder (weiter rechts auf der x-Achse) ein geringeres Wirtschaftswachstum (niedriger auf der y-Achse) haben. Und der Zusammenhang ist sehr deutlich! Das bedeutet, dass hier ärmere Länder am Aufholen sind, die Ungleichheit innerhalb der OECD langfristig abnimmt. (Der Zeitraum ist 1960 bis 97, die x-Achse entspricht der Situation 1960).

convergenceoecd

Leider ist die Situation global anders:

lackofconvergence

Hier sieht das ganze mehr nach einem Trichter aus. Das Wirtschaftswachstum der verhältnismäßig reichen Länder liegt in einem schmalen Bereich, bei den armen Ländern sind die Unterschiede viel größer. Für die meisten liegt das Wachstum allerdings gleichauf oder sogar unter dem der reicheren Länder.

Was sind die Konsequenzen, die hieraus für Weltwirtschaftsordnung, Entwicklungspolitik etc. gezogen werden müssen?

Autor:
Datum: Dienstag, 11. August 2009 22:35
Trackback: Trackback-URL Themengebiet: Deutsch

Feed zum Beitrag: RSS 2.0 Kommentare und Pings geschlossen.

Keine weiteren Kommentare möglich.