Das komplexe Innenleben der Pflanzen

Freitag, 25. Dezember 2009 1:34

Ein NYTimes-Science-Artikel mit dem reißerischen Titel “Sorry, Vegans: Brussels Sprouts Like to Live, Too” hat naturgemäß meine Neugier geweckt. Darin finde ich zum Glück über die Einleitung hinaus keinen ernsthaften Versuch, das Essen von Pflanzen moralisch auf eine Stufe mit dem Essen von Tier(produkt)en zu stellen. Statt dessen ein kleiner Streifzug durch die vielseitigen Möglichkeiten von Pflanzen, mit ihrer Umwelt zu interagieren, welche die neue Forschung enthüllt.

Es gibt ausgefeilte Immunreaktionen bis hin zu Lockstoffen, die die Fressfeinde der eigenen Fressfeinde herbeilocken. Es gibt freundliche und feindselige Interaktion mit anderen Pflanzen der Umgebung, eigener und anderer Spezies. Und alles passiert sehr schnell – was bei Pflanzen heißt: teilweise in unter einer halben Stunde. Faszinierend.

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Ehe als Projekt

Montag, 14. Dezember 2009 20:47

Ein interessanter NYTimes-Magazin-Artikel berichtet über die Erfahrung mit dem Versuch, eine Ehe als Projekt zu verstehen, mit demselben Anspruch, den wir an alle anderen Projekte und Tätigkeiten unseres westlichen Lebens stellen: immer besser zu werden.

Man erfährt beim Lesen einiges über verschiedene Schulen der mehr oder weniger psychologisch-wissenschaftlich fundierten Paarberatung. Und vielleicht auch ein bisschen darüber, wie gesund ein solcher Anspruch an das Leben im Allgemeinen und die Beziehung im Besonderen ist.

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Nobelpreis für NeuerPlan

Sonntag, 15. November 2009 0:57

So ähnlich fühlt es sich an, mal wieder über Mankiws Blog auf einen interessanten Artikel zur Ökonomie zu stoßen – Michel Spence, selbst Nobelpreisträger und Ökonom, fasst im Forbes Magazin die Arbeiten und Erkenntnisse der diesjährigen Nobelpreisträger, Elinor Ostrom und Oliver Williamson, zusammen.

Im Kern klingt das nach einem unbefangenen Blick auf das, was Märkte können, und was sie nicht können. Und beschäftigt sich anschließend ausführlich mit der Frage, welche Alternativen wir haben, und wo die sich bewähren. Viele Fragen, mit denen ich mich schon beschäftigt habe, werden angesprochen:

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Die Ohnmacht der Fakten

Freitag, 13. November 2009 4:49

Über Greg Mankiw lese ich eine spannende Diskussion des Klimawandels von ökonomischer Seite. Und gleichzeitig ein Lehrstück in Konstruktivismus: Yoram Baumann in einem E-Mail-Austausch mit dem “Superfreakonomen” Steven Levitt. Wie problematisch eine aus lauter “richtigen Fakten” zusammengesetzte Darstellung sein kann!

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Veganismus wird cool – YouTube-Kochkurs

Samstag, 31. Oktober 2009 20:25

Ein wenig schmunzle ich, aber überwiegend freue ich mich: Ein junger Berliner, so berlinerisch wie es nur geht, hat den Veganismus für sich entdeckt, hat eine Internetseite mit guten Rezepten für besondere Anlässe, und einen YouTube-Kochkurs, der mindestens so unterhaltsam wie lehrreich ist. Sogar auf Englisch.

Hier mal ein Vorschlag zum Einstieg: Vegane Buletten …

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Wie zu viel Intelligenz das Finanzsystem ruinierte

Sonntag, 18. Oktober 2009 2:16

Ein in sehr angenehmem Erzählton geschriebener NYTimes-Op-Ed präsentiert die provokante These, dass unsere aktuelle Finanzkrise darauf zurückzuführen ist, dass die “smart guys” anfingen, an der Börse zu arbeiten. Die Argumentation braucht ein paar Schritte, aber sie macht so viel Sinn, dass man sich am Ende fragt, ob vielleicht was dran ist:

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Minus 25 Prozent Kalorien für ein langes und gesundes Leben?

Mittwoch, 14. Oktober 2009 0:04

Das NYTimes-Magazin berichtet ausführlich von einer zweijährigen Studie, die den Effekt einer 25%igen Kalorienreduktion in normalgewichtigen Menschen untersucht. Studien an Ratten hatten schon lange den faszinierenden Befund ergeben, dass reduzierte Kalorienzufuhr das Leben deutlich verlängern könnte, wobei die Übertragbarkeit auf Menschen fraglich war.

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Tücken der direkten Demokratie

Dienstag, 13. Oktober 2009 23:28

Nachdem ich mich gerade in diesem sonnigen Staat aufhalte, fand ich einen NYTimes-Artikel, der über ein Mitglied des obersten (kalifornischen) Gerichtshof berichtet, der sich kritisch zu den hier weit verbreiteten Referenden äußert. In Kalifornien können viele Gesetze und Verfassungsänderungen nicht ohne eine direkte Abstimmung in Kraft treten, die in einer langen Liste zusammen mit den Wahlen für Parlament etc. durchgeführt werden. Das schließt z.B. auch verpflichtende Abstimmungen über Steuererhöhungen ein … Einen Überblick geben die 2008 zur Wahl stehenden “Propositions”, besonders interessant 2 (Tierschutz) und 8 (Homo-Ehe), und dort auch die ausführliche Argumentation.

Mir hatte das System eigentlich ziemlich imponiert. Es scheint ökonomisch, und es scheint die Wähler sehr direkt an wichtigen Entscheidungen zu beteiligen. Einige Zeit vor den Wahlen werden staatlich aufbereitete Info-Hefte ausgeteilt, in denen die Alternativen neutral gegenübergestellt und ihre finanziellen Auswirkungen auf die Staatskasse prognostiziert werden (vgl. die Verweise oben). Natürlich nehmen sich wenige Leute die Zeit, das alles gründlich zu studieren, und verlassen sich bei ihrem Urteil darauf, welche Partei, Interessen- oder religiöse Gruppe dem jeweiligen Vorschlag zustimmen oder nicht. Und damit beginnt schon die Kritik:

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CERN und das zeitreisende Higgs Boson

Dienstag, 13. Oktober 2009 22:35

Die NYTimes berichtet von zwei Physikern, die eine der haarsträubendsten Theorien über den Teilchenbeschleuniger CERN und ähnliche Projekte aufgestellt haben, die nach dem Higgs Boson suchen (und das heißt: haarsträubender noch als die Befürchtung, ein schwarzes Loch könnte entstehen und die gesamte Erde verschlingen): Das Partikel sei der Natur (oder Gott, oder wem immer), so verhasst, dass seine Entstehung durch die Zeit zurückwirken würde und seine Entstehung verhindern. In anderen Worten:

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Friedensnobelpreis für frohe Hoffnung?

Samstag, 10. Oktober 2009 21:26

Obama, weltweit eine beinahe spirituelle Hoffnung auslösend, hat also den Friedensnobelpreis bekommen. Die Reaktion scheint insgesamt aus sehr gemischten Gefühlen zu bestehen – außer brillanten Reden hat er bis jetzt noch nicht viel vorzuweisen. Ein NYTimes-Artikel, in dem ein paar Hintergrundinfos zur Entscheidung aus dem Nobel-Komitee herausgeholt werden, macht die Sache leichter verdaulich. Besonders der historische Vergleich mit Brandt und Gorbatschow, die beide am Beginn von bedeutsamen Transformationen ausgezeichnet wurden, ist interessant:

“Brandt hadn’t achieved much when he got the prize, but a process had started that ended with the fall of the Berlin Wall,” Mr. Jagland said. “The same thing is true of the prize to Mikhail Gorbachev in 1990, for launching perestroika. One can say that Barack Obama is trying to change the world, just as those two personalities changed Europe.”

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