Gesundheit: Vitamin D

Freitag, 6. August 2010 15:34

Ich bin kein großer Freund von Vitaminpräparaten, und habe bereits letztes Jahr mit Freude berichtet, dass diese Meinung auch wissenschaftlich dem Zeitgeist entspricht. Ausnahmen mache ich dort, wo mir plausibel ist, dass ich von etwas weniger erhalte, als meine Vorfahren vor 10.000 Jahren in ihrer natürlichen Umgebung – z.B. Vitamin B12, der einzige bekannte Nährstoff, der in veganer Ernährung fehlt. Dafür habe ich ein Präparat, das in Zusammenarbeit mit der britischen Vegan Society entwickelt wurde, und das direkt von dort zu bestellen sehr günstig ist, billiger auch als von deutschen Veganerseiten.

Jetzt tritt dazu vielleicht noch Vitamin D, wie die NYTimes berichtet – und zwar unabhängig von der Ernährungsweise:

Most people in the modern world have lifestyles that prevent them from acquiring the levels of vitamin D that evolution intended us to have. The sun’s ultraviolet-B rays absorbed through the skin are the body’s main source of this nutrient. Early humans evolved near the equator, where sun exposure is intense year round, and minimally clothed people spent most of the day outdoors.

In Nahrungsmitteln ist das Vitamin anscheinend praktisch nicht zu finden. Und ein Mangel wird mit Krebs, Kardiovaskulären Erkrankungen und Diabetes in Verbindung gebracht:

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Muddy Libertarianism

Donnerstag, 1. Juli 2010 0:34

In einem schönen kleinen Beitrag im Econimix-Blog der NYTimes findet man einen guten Überblick über Libertarismus als politische (und ökonomische) Philosophie. Ein Anwendungsbeispiel zur Legalisierung von Drogen zeigt, dass das keinesfalls immer mit der republikanischen Seite im amerikanischen politischen Diskurs zusammen passen muss. Der Schwerpunkt liegt aber woanders:

I always find it refreshing to take a quick, clean intellectual shower in the cold, pure waters of libertarian thought, but I find myself most interested in the murky areas on the edge of libertarianism [...].

Und in wenigen Sätzen zum aktuellen Debakel im Golf von Mexico führt der Autor, ausgehend von libertären Idealen, überzeugend zu einer breiteren Staatsidee:

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Gender: Elternzeit und Jungenspiele

Donnerstag, 17. Juni 2010 13:30

Wenn ich sonst nicht viel Zeit für Nachrichten habe, schaue ich mir gerne die meistgelesenen Artikel auf NYTimes.com an (ganz unten auf der Seite). Dieses Mal finden sich zwei Artikel über Geschlechterrollen und gesellschaftliche Entwicklungen in diesem Bereich, die gegensätzlicher kaum sein könnten. Einer über Elternzeit in Schweden, von der (wie bei uns seit wenigen Jahren auch) ein Teil nur vom Vater in Anspruch genommen werden kann. Der Erfolg in Schweden ist überzeugend:

Eight in 10 fathers now take a third of the total 13 months of leave — and 9 percent of fathers take 40 percent of the total or more — up from 4 percent a decade ago.

Vor dem Hintergrund macht auch eine durchaus gewagte und diskussionswürdige Aussage der Vorsitzenden der Sozialdemokratischen Partei dort Sinn, die als vielleicht bald erste weibliche Regierungschefin dort die Monate, die nur von Vätern abgerufen werden können, auf vier verdoppeln will:

Sometimes politicians have to be ahead of public opinion.

Und dann kann man noch einen Kommentar über ein groß aufgezogenes Casting von Mädchen in Verbindung mit Wetten über die meisten sexuellen Kontakte lesen, das von Jungs an einer Privatschule in einem Vorort von Washington betrieben wurde. Und das meine amerikanische Freundin nicht überrascht und nur wenig empört hat …

Interessant auch, dass es ein empörter Vater eines der Mädchen ist, der in dem Artikel zu Wort kommt. Muss man das als weitere Reproduktion von sozialer Verfügungsgewalt von Männern über Frauen einordnen?

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Aus der Mitte der Diplomarbeit – Groß- und Kleinschreibung

Freitag, 4. Juni 2010 13:41

Bei der Arbeit an einem großen wissenschaftlichen Werk beschäftigen einen manchmal ganz kleine Fragen, und hin und wieder sind es die kleinen Fragen nach der Größe – der Schreibung. Zum Glück gibt einem Google immer schnell die Antwort. Und manchmal noch die Anregung zu einem erheiternden und lehrreichen Quiz. Mein Ergebnis: 66% …

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Euro-Quiz-Video – was wir uns alle schulden

Sonntag, 30. Mai 2010 22:48

Unter dem trefflichen Titel “Lending merry-go-round”, gefunden über einen Post von Greg Mankiw. Hier ist das Video:

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Mehrwertsteuer und Gerechtigkeit

Montag, 24. Mai 2010 23:26

Greg Mankiw diskutiert in der NYTimes die Vor- und Nachteile der Mehrwertsteuer. Interessant, und für den Europäer ein bisschen lustig, ist sie uns doch schon vollkommen selbstverständlich. Ein Problem der politischen Linken mit der Steuer zeigt wunderbar, wie unterschiedlich man Gerechtigkeit verstehen kann. Und dass ökonomische Grundbildung schon fast zur elementaren Alphabetisierung gehört:

The tax has the same effect on rich and poor, as gauged by a proportion of their spending. But because high-income households save a higher fraction of their income, they will pay a lower fraction of their income.

Also: Zunächst mal ist die Steuer für alle gleich. Reiche geben mehr Geld aus als Arme, zahlen also mehr – man könnte die Steuer als progressiv begreifen. Dann wiederum geben sie aber einen geringeren Anteil ihrer Einnahmen aus, sparen mehr, zahlen also im Verhältnis zum Einkommen weniger Steuer. Damit wird die Mehrwertsteuer formal betrachtet eine regressive Steuer!

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Video über weltweite Passagierflüge an einem Tag

Mittwoch, 19. Mai 2010 18:10

… und zwar im Jahr 2008, entwickelt von der Züricher Hochschule von für Angewandte Wissenschaft. Kann man in Youtube anschauen, und sich schwindelig werden lassen. Kein Wunder, dass einem die gesegneten Tage des Eyjafjallajökull mit auffallend klarem Himmel begegneten.

Jedenfalls, 93.000 Flüge sind das wohl jeden Tag, immer ca. 10.000 gleichzeitig in der Luft. Hier kann man sie anschauen, jeder gelbe Punkt ist eine Passagiermaschine mit mindestens 100 Menschen:

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Merkel und Deutschland in der Postmoderne

Sonntag, 2. Mai 2010 12:20

Die ZEIT hat einen sehr schönen Artikel zu Merkels zehnjährigem CDU-Vorsitz veröffentlicht, schon vor einer Weile, aber man kommt ja zu nichts heutzutage :)

Und wie schon öfter bin ich auch diesmal ein wenig überrascht von dem positiven Bild, das von der Kanzlerin gezeichnet wird. Obwohl (und vielleicht gerade weil) man nicht so viel von ihr sieht im politischen Alltag kann man sich gut erzählen lassen, wie viel Gedanken und Kommunikation hinter ihrer Arbeit stecken. Zusammen mit einer schönen Schilderung der gewachsenen Komplexität und demokratischen Durchdringung unserer Gesellschaft gibt das einen nachvollziehbaren Argumentationsfaden, warum Merkel eigentlich die perfekte Kanzlerin für diese Zeit ist (zu dem eigentlich später mehr):

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Kinderfreud und -leid auf Youtube

Sonntag, 4. April 2010 11:31

Zu den lustigsten Youtube-Funden gehören oft gefilmte Kinder. Vielleicht, weil wir dort eher noch glauben was wir sehen? Weil die Gefühle so unmittelbar aus dem Geschehen folgen? Weil sie die ganze Hoffnung der Menschheit in sich tragen? Und ein bisschen auch schon das, was diese Hoffnung zunichte macht?

Wie dem auch sei, hier von mir kürzlich entdeckt drei Kinder auf dem Rücksitz, mit dem verheißungsvollen Titel “Single Ladies Devastation”:

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Wie viel Strom verbrauchen Google-Suchen wirklich

Donnerstag, 1. April 2010 10:43

Ich lese mich gerade mal wieder auf den “Stimmt’s” Seiten der ZEIT fest. Und finde besonders eine Information bemerkenswert: Die Widerlegung der Urban Legend von den Stromverschlingenden Google-Suchen. Immer wieder hört man, das verbrauche so viel Strom wie eine 60-Watt-Glühbirne in einer Stunde, in anderen Worten: 0,06 kWh.

Laut Googles Angaben sind es aber anscheinend 0,0003 kWh, also Strom nur für eine Brenndauer der Lampe von nur 18 Sekunden. Immer noch nicht nichts, aber es macht doch deutlich dass die sonstigen Stromsparbemühungen im Haushalt nicht entwertet werden durch die Benutzung eines Computers. Und in die Richtung geht das Gefühl oft, das durch derartige Legenden erzeugt wird. Weshalb ich an dieser Stelle auch auf meinen Eintrag zur “Macht des Zweifels” und das Thema Zynismus verweise.

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