Tag-Archiv für » Pragmatik «

Aus der Mitte der Diplomarbeit – Groß- und Kleinschreibung

Freitag, 4. Juni 2010 13:41

Bei der Arbeit an einem großen wissenschaftlichen Werk beschäftigen einen manchmal ganz kleine Fragen, und hin und wieder sind es die kleinen Fragen nach der Größe – der Schreibung. Zum Glück gibt einem Google immer schnell die Antwort. Und manchmal noch die Anregung zu einem erheiternden und lehrreichen Quiz. Mein Ergebnis: 66% …

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Wie viel Strom verbrauchen Google-Suchen wirklich

Donnerstag, 1. April 2010 10:43

Ich lese mich gerade mal wieder auf den “Stimmt’s” Seiten der ZEIT fest. Und finde besonders eine Information bemerkenswert: Die Widerlegung der Urban Legend von den Stromverschlingenden Google-Suchen. Immer wieder hört man, das verbrauche so viel Strom wie eine 60-Watt-Glühbirne in einer Stunde, in anderen Worten: 0,06 kWh.

Laut Googles Angaben sind es aber anscheinend 0,0003 kWh, also Strom nur für eine Brenndauer der Lampe von nur 18 Sekunden. Immer noch nicht nichts, aber es macht doch deutlich dass die sonstigen Stromsparbemühungen im Haushalt nicht entwertet werden durch die Benutzung eines Computers. Und in die Richtung geht das Gefühl oft, das durch derartige Legenden erzeugt wird. Weshalb ich an dieser Stelle auch auf meinen Eintrag zur “Macht des Zweifels” und das Thema Zynismus verweise.

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Klimawandel – die Macht des Zweifels

Mittwoch, 3. März 2010 19:03

Ein NYTimes-Artikel über das angeschlagene Image der Klimaforscher ist eine schöne Gelegenheit, einen wiederkehrenden Gedanken der letzten Zeit festzuhalten: über die spannende Rolle des Zweifels im modernen Diskurs.

Traditionell ist man geneigt, das Zweifeln als eine Tugend anzusehen, es ist in der Vorstellung fest mit der Aufklärung verbunden. Und nun tritt – meiner Meinung nach – der Zweifel immer öfter als reaktionäres Element in Erscheinung, was mich zunächst verstört hat. Ich denke, das liegt an den Folgen, die wir für unser Handeln ziehen, wenn eine Sache in Zweifel gezogen wird. Das aufklärerische Ideal ist ein wissenschaftliches Hinschauen, kritische Reflexion auf der Basis von empirischen Erfahrungen, und eine fundierte neue Entscheidung.

Was in der übermäßig komplexen modernen Welt dagegen oft passiert ist ein resigniertes Wegschauen, “ich kann es ja eh nicht wissen”, und – das ist der Knackpunkt – ein Handeln im Sinne des geringsten Widerstands. Am Beispiel Klimawandel sieht das so aus:

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Deutsche “Homeschooler” in Asyl in USA

Montag, 1. März 2010 17:47

Das sind Nachrichten, die mich zuerst denken ließen, ich hätte mich verlesen: Ein deutsches Ehepaar hat gerade von einem amerikanischen Gericht das Asylrecht zugestanden bekommen. Die Begründung, wie es sich gehört: Sie müssten in ihrem Herkunftsland Verfolgung befürchten. Aufgrund ihrer religiösen Ansichten und Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe. Das ganze riecht nach einer spannenden Fallstudie im Spannungsfeld zwischen staatlicher Verantwortung und persönlicher Freiheit.

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Fragen statt Suchen – das Netz wird noch sozialer

Montag, 7. September 2009 21:58

Im NYTimes-Tech-Newsletter vom 3.9. stellt David Pogue (neben den “Klassikern” answers.yahoo.com or answerbag.com) Aardvark vor. Der Service bringt jemanden mit einer Frage zu einem beliebigen Thema mit einem entsprechenden “Experten” in Verbindung. Dabei wird der eigene Freundeskreis, Freunde von Freunden etc. nacheinander durchsucht. Der Knackpunkt dabei ist, dass die Verbindung via Instant Messaging (Chat) hergestellt wird, so dass man problemlos nachfragen kann, etc. Natürlich sollte man auch selbst gewillt sein, sein Wissen einzubringen. Wenn ich mal Zeit übrig habe (oder Google versagt) probiere ich es aus…

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Technik: Digitalfoto-Zeit anpassen

Samstag, 5. September 2009 16:39

Ich habe über einen Artikel auf Mac OS X Hints endlich die Lösung für ein Problem gefunden, das mich schon öfters geärgert hat: Man fährt mit mehren Leuten in Urlaub, jeder hat die Digitalkamera dabei, jeder macht Bilder. Am Ende würde Apples liebes iPhoto die alle nach Uhrzeit zusammensortieren. Wenn nicht jeder in seiner Kamera eine andere Zeit eingestellt hätte, die Bilder also systematisch verschoben sind. Besonders wenn man so wie ich gerne seine Photo-Bibliothek schlank hält und von jedem Motiv nur die besten Bilder behalten will.

Hier also die elegante Lösung, mit dem schlanken (open-source) Kommandozeilenprogramm jhead – für Mac, Linux, sogar Windows :-)

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Gesundheitsversorgung in USA und Europa – PSA-Screening

Dienstag, 11. August 2009 11:38

Im Prozess der Neugestaltung des amerikanischen Gesundheitswesens durch Obama stellt sich natürlich die Frage, inwiefern die europäischen Systeme als Vorbild dienen können. Ein Blog-Artikel vom Ökonomen Greg Mankiw äußert sich dazu skeptisch, am Beispiel von PSA-Screenings gegen Prostata-Krebs, die in den USA viel weiter verbreitet sind. Aber er verpasst meiner Meinung nach einen wichtigen Teil des Bildes:

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Konstruktivismus der Gefühle – eine Liebesgeschichte in zwei Teilen

Donnerstag, 6. August 2009 23:05

Wenn der Titel Hoffnung auf eine persönliche Enthüllung meinerseits geweckt hat muss ich leider enttäuschen. Aber was folgen soll ist kaum weniger spannend – ein Artikel aus der NYTimes-Rubrik “Modern Love” mit dem Titel “Those Aren’t Fighting Words, Dear“. Die Geschichte ist ziemlich verrückt: Ein Mann verkündet seiner Frau in der Mitte einer ansonsten scheinbar schön funktionierenden Ehe, dass er sie nicht mehr liebe, und ausziehen will. Und sie entschließt sich, ihm einfach nicht zu glauben. Mit Erfolg. Hier sind ein paar schöne Ausschnitte (wobei ich definitiv rate, den Link oben zu klicken und die ganze Geschichte zu lesen, ist nicht sehr lang):

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Private Weltverbesserei und der Lauf der Welt – in der ideologischen Falle

Sonntag, 19. Juli 2009 2:31

Im ValueScience-Friends Newsletter meiner ehemaligen kalifornischen “Community” Magic findet sich immer etwas spannendes zu lesen. Diesmal hat ein Artikel mit dem Titel Forger Shorter Showers meine Neugier geweckt.

Die These des Artikels ist eine direkte Konfrontation des “Freiburger Lebenswandels”, auch des meinigen. Die Idee der glücklichen Oase. Kurze Duschen mögen hierzulande weniger revolutionär klingen als in den USA, aber die Idee die Welt besser zu machen (und möglicherweise zu retten), indem man Wasser spart, Müll vermeidet, fair oder regional und biologisch einkauft, möglichst nicht fliegt, … blüht gerade auch in unserer WG.

Der Autor sagt natürlich nicht, dass das schlechte Sachen wären. Er sagt nur, dass sie nicht die richtigen Mittel sind, um die Welt aus dem Schlamassel, das ihr (ökologisch) bevorsteht, zu retten. Seine Einleitung macht deutlich, aus welcher Perspektive er das Problem betrachtet:
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Cap-and-trade = Carbon tax + Corporate welfare

Samstag, 11. Juli 2009 17:05

Der ökologisch und ökonomisch interessierte Zeitgenosse kann die Zunft der Wirtschaftswissenschaftler dabei beobachten, wie sie über den richtigen Weg streiten, die Emission von Treibhausgasen zu reduzieren. Im Wesentlichen stehen sich die Alternativen Emissionssteuer und Emissionshandel gegenüber. Ein schöner Überblick kommt dabei von Greg Mankiw, selbst eindeutig dem Steuerlager zuzuordnen.

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