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	<title>Gedankenraum &#187; Christoph</title>
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	<description>Meine Gedanken. Deine Gedanken. Unsere Gedanken</description>
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		<title>Sarrazin konstruktivistisch gewendet</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Sep 2010 21:54:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nachdem ich heute in der ersten Prüfung des letzten Diplomblocks schon viel über eine systemisch-konstruktivistische Bewertung von ADHS-Diagnosen reden durfte, juckt es, auf eine schon ältere, aber immer noch heiße Debatte der jüngeren deutschen Vergangenheit aus der gleichen Perspektive zu schauen. Das heißt: weniger darüber nachzudenken, wie &#8220;wahr&#8221; seine Aussagen sind und den Fokus stärker [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem ich heute in der ersten Prüfung des letzten Diplomblocks schon viel über eine systemisch-konstruktivistische Bewertung von ADHS-Diagnosen reden durfte, juckt es, auf eine schon ältere, aber immer noch heiße Debatte der jüngeren deutschen Vergangenheit aus der gleichen Perspektive zu schauen. Das heißt: weniger darüber nachzudenken, wie &#8220;wahr&#8221; seine Aussagen sind und den Fokus stärker darauf zu richten, welche pragmatischen Implikationen sie haben, und dabei insbesondere, ob sie den &#8220;Möglichkeitsraum&#8221; eher erweitern oder verengen.</p>
<p>Und da komme ich klar zu dem Schluss, dass das, was er sagt, besser nicht gesagt würde. Was passiert, wenn in einem Atemzug der genetische Einfluss auf Intelligenz, weniger intelligente &#8220;Migrantenkinder&#8221;, höherer &#8220;Fortpflanzungsraten&#8221; von Menschen mit niedrigem sozioökonomischem Status (und Migranten) und dessen Beeinflussung durch die Intelligenz propagiert werden? Es werden zunächst Unterschiede betont und anschließend negativ konnotiert, es wird Angst geschürt, und es wird durch die genetische Festlegung des Ganzen Hilflosigkeit erzeugt. Ich denke, es ist unschwer zu erkennen, dass eine andere Art, die Komplexität unserer sozialen Welt zu reduzieren und greifbar zu machen zu mehr Handlungsspielraum führt.</p>
<p>Bei aller Kritik muss man dem Herrn allerdings lassen, dass er eine aggressive Streitkultur wiederbelebt, die wohl einigen Menschen in der öffentlichen Debatte oft fehlt. Hier zum Abschluss noch ein schönes Beispiel (aus einem <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/migranten-debatte-herr-sarrazin-sind-muslime-duemmer;2643159;0">Interview mit dem Handelsblatt</a>):</p>
<p><span id="more-713"></span></p>
<blockquote><p>Frage: Ein Beispiel: Mein Vater ist Gärtner, ich bin Akademiker. Ich denke aber, der Unterschied zwischen meinem Vater und mir liegt nicht darin, dass ich intelligenter bin als er, sondern dass ich durch die Bildungsreform der siebziger Jahre mehr Möglichkeiten hatte.</p>
<p>Sarrazin: Das glaube ich Ihnen ja. Nur ist das so, als wenn ich sage: Im Januar ist es kälter als im August, und Sie daraufhin sagen: Nein, ich kenne einen Tag im Januar 1983, da waren es bei mir auf der Terrasse 15 Grad, und im letzten Jahr war es im August sehr kühl.</p></blockquote>
<p>Allerdings schade, dass er dann wenn es an die wichtigen Fragen geht doch auch sehr laviert:</p>
<blockquote><p>Frage: Ist die Unterschicht dümmer als die Mittel- und Oberschicht?</p>
<p>Sarrazin: Intelligenz ist zu 50 bis 80 Prozent erblich. Zwischen Intelligenz, sozioökonomischem Hintergrund und Bildungsgrad besteht ein positiver statistischer Zusammenhang, der sich auch kausal erklären lässt.</p></blockquote>
<p>In anderen Worten: Ja?!</p>
<p>Und hier noch ein extrem spannendes (man verzeihe meinen Superlativ, es ist aber wirklich so!) Beispiel dafür, wie man das &#8220;Gleiche&#8221; unterschiedlich sagen kann, und es ganz unterschiedliche Gefühle und Handlungsimpulse zurücklässt. Sarrazin sagt im bereits zitierten Interview:</p>
<blockquote><p>Sarrazin: In meinem Buch zitiere ich die renommierte Bildungsforscherin Elsbeth Stern. Sie sagt, »dass die optimale Förderung eines jeden Schülers nicht zu mehr Gleichheit, sondern zu mehr Ungleichheit führt. Denn je größer die Chancengerechtigkeit, desto mehr schlagen die Gene durch. Eine gute Schule, das mag nicht jedem gefallen, produziert Leistungsunterschiede auf hohem Niveau.«</p></blockquote>
<p>Sie selbst <a href="http://www.zeit.de/2010/36/Intelligenz-Sarrazin?page=all">erläutert dieses Phänomen nochmal in der Zeit</a>:</p>
<blockquote><p>Hier kommen wir zu einem scheinbar paradoxen Schluss, der das »mindestens« erklärt: Dass nicht sogar 100 Prozent der Intelligenzunterschiede auf genetische Variation zurückzuführen sind, liegt im Wesentlichen an der ungleichen Verteilung von Bildungschancen in allen Ländern der Welt – wenn auch in sehr unterschiedlichem Maße. In einer Gesellschaft, in der alle Kinder von Anfang an die für ihre geistige Entwicklung optimale familiäre und schulische Unterstützung vorfänden, könnte jedes die in seinen Genen vorgesehene Intelligenz erreichen. Die Anzahl richtiger Antworten im IQ-Test würde bei allen ansteigen, die Unterschiede aber würden bestehen bleiben oder sogar noch zunehmen, weil einige Gene erst unter optimalen Bedingungen wirksam würden.</p>
<p>Weil wir aber von einer solchen Bildungsgerechtigkeit weit entfernt sind, gilt: Erreicht ein deutschstämmiger rundum geförderter Akademikersohn, »nur« einen durchschnittlichen IQ, ist davon auszugehen, dass seine Gene einfach nicht mehr hergeben. Wird hingegen bei einer türkischstämmigen Tochter aus bildungsfernem Hause derselbe Wert gemessen, ist anzunehmen, dass sie ihr genetisches Potenzial nicht optimal in Intelligenz umsetzen konnte. Unter besseren Bedingungen hätte sie wohl einen höheren IQ erzielt. Bei den Kindern mit Migrationshintergrund ist also mehr verborgenes Intelligenzpotenzial zu finden als bei den deutschstämmigen Kindern.</p></blockquote>
<p>Man liest ein wenig verwirrt zwischen den beiden Aussagen hin und her. Da wird inhaltlich schon irgendwie das selbe gesagt. Aber es bedeutet etwas völlig Anderes!</p>
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		<title>Linguistic Relativity &#8211; different language, different thoughts?</title>
		<link>http://gedankenraum.neuerplan.org/2010/09/04/linguistic-relativity-different-language-different-thoughts/</link>
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		<pubDate>Sat, 04 Sep 2010 10:49:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Konstruktivismus]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstgedacht]]></category>

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		<description><![CDATA[A NYTimes book review of &#8220;Through the Language Glass&#8221; by Guy Deutscher touches on the interesting topic of how languages shape our thoughts (the book itself might or might not be worth reading, according to the review the anecdotes are more convincing then the theory the author wants to prove with them). Here is an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>A NYTimes <a href="http://www.nytimes.com/2010/09/05/books/review/Bickerton-t.html">book review of &#8220;Through the Language Glass&#8221; by Guy Deutscher</a> touches on the interesting topic of how languages shape our thoughts (the book itself might or might not be worth reading, according to the review the anecdotes are more convincing then the theory the author wants to prove with them).</p>
<p>Here is an interesting example of how that could happen:</p>
<blockquote><p>[...] the Amazonian language Matses, whose arsenal of verb forms obliges you not only to explicitly indicate the kind of evidence — personal experience, inference, conjecture or hearsay — on which every statement you make is based, but also to distinguish recent inferences from older ones and say whether the interval between inference and event was long or short. If you choose the wrong verb form, you are treated as a liar. But the distinctions that must be expressed by verbal inflections in Matses, Deutscher argues, can all be easily understood by English speakers and easily expressed in English by means of circumlocutions.</p></blockquote>
<p>Now, the information is indeed very fascinating to me, and I also don&#8217;t quite follow his conclusion. First, to make the point that languages shape our thoughts, you don&#8217;t have to prove that certain things cannot be expressed in some languages &#8211; it is enough to show that speakers of different languages habitually use certain concepts more than others. And here you can say that the degree of evidence backing a statement seems to have much more everyday importance to Matses speakers than to us. Second, if you assume there is something that cannot be expressed in English &#8211; how do you think you could talk (and think) about that in an English book, review, or even mind? Almost by definition, this part of reality would get lost in translation&#8230;</p>
<p>Which brings us to another example: colors.</p>
<blockquote><p>Although the strange sequence in which color terms appear in the world’s languages over time — first black and white, then red, then either green or yellow, with blue appearing only after the first five are in place — still has no full explanation, Deutscher’s suggestion that the development of dyes and other forms of artificial coloring may be involved is as convincing as any other, making color terms the likeliest candidate for a culture-induced linguistic phenomenon.</p></blockquote>
<p>Other explanations are also possible, of course, and have been made, like here by the British statesman and Greek scholar William Gladstone, who</p>
<blockquote><p>noting among other things the surprising absence of any term for “blue” in classical Greek texts, theorized that full-color vision had not yet developed in humans when those texts were composed?</p></blockquote>
<p>Along with psychological experiments, this backs up one of the basic constructivist claims (as put forth, for instance, by Maturana and Varela), that there is hardly any connection between physical spectra of light and the colors we see.</p>
<p>I think if you don&#8217;t view languages as static objects, but as systems of thought and expression that keep evolving, and provide an enormous space for creativity and new thoughts, you won&#8217;t be too interested in what can and cannot be said (and consequently thought). And from my experience, there are many areas where different languages focus on different aspects of life, and make you more inclined to view reality in a different way. Like, for instance, I&#8217;m amazed by how the elaborate linguistic system that has evolved around &#8220;dating&#8221; in English in my opinion makes you more likely to view the whole thing as some sort of game, with certain rules, and more importantly, with certain conflicting goals for the participants. And I would argue that while the relative lack of established expressions for this in German makes it harder to communicate with outsiders about what is going on, it leaves more freedom to the individuals involved.</p>
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		<title>Happiness research beyond income</title>
		<link>http://gedankenraum.neuerplan.org/2010/08/27/happiness-research-beyond-income/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Aug 2010 23:31:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Lebenskunst]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
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		<description><![CDATA[The NYTimes reports on a new development in both scientific and everyday thinking about happiness. Partly accelerated by the recent depression, there seems to be a movement of people discovering that earning money did not actually make them happy, but that &#8220;downsizing&#8221; their material life did, sometimes even though it was forced by loss of [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>The <a href="http://www.nytimes.com/2010/08/08/business/08consume.html">NYTimes reports</a> on a new development in both scientific and everyday thinking about happiness. Partly accelerated by the recent depression, there seems to be a movement of people discovering that earning money did not actually make them happy, but that &#8220;downsizing&#8221; their material life did, sometimes even though it was forced by loss of income.</p>
<p>Websites like <a href="http://rowdykittens.com/">RowdyKittens</a> are popping up, sharing advice on simple living (I personally like <a href="http://zenhabits.net/2008/07/the-only-guide-to-happiness-youll-ever-need/">The Only Guide to Happiness You’ll Ever Need</a> that it links to a lot, I think my next important step is slowing down &#8230;). And Roko Belic made a Documentary called &#8220;<a href="http://thehappymovie.com/">Happy</a>&#8221; that I can&#8217;t wait to see, the trailer looks amazing. His bottom line seems to be:</p>
<blockquote><p>The one single trait that’s common among every single person who is happy is strong relationships.</p></blockquote>
<p>On the other hand, science has taken on the task of happiness again. The mission can be summed up by the introductory paragraph from a <a href="http://www2.psych.ubc.ca/~edunn/publications/JCP.doc">paper titled &#8220;If Money Doesn&#8217;t Make You Happy Then You Probably Aren&#8217;t Spending It Right&#8221;</a> (supposedly forthcoming in The Journal of Consumer Psychology):</p>
<blockquote><p>Scientists have studied the relationship between money and happiness for decades and their conclusion is clear: Money buys happiness, but it buys less than most people think (Aknin, Norton, &#038; Dunn, 2009; Diener &#038; Biswas-Diener, 2002; Frey &#038; Stutzer, 2000).  The correlation between income and happiness is positive but modest, and this fact should puzzle us more than it does.  After all, money allows people to do what they please, so shouldn’t they be pleased when they spend it?  Why doesn’t a whole lot more money make us a whole lot more happy? One answer to this question is that the things that bring happiness simply aren’t for sale.  This sentiment is lovely, popular, and almost certainly wrong.  Money allows people to live longer and healthier lives, to buffer themselves against worry and harm, to have leisure time to spend with friends and family, and to control the nature of their daily activities—all of which are sources of happiness (Smith, Langa, Kabeto, &#038; Ubel, 2005).  Wealthy people don’t just have better toys; they have better nutrition and better medical care, more free time and more meaningful labor—more of just about every ingredient in the recipe for a happy life. And yet, they aren’t that much happier than those who have less. If money can buy happiness, then why doesn’t it?</p>
<p>Because people don’t spend it right.</p></blockquote>
<p>And while they provide some reasonable and non-trivial advice (&#8220;Principle 3: Buy Many Small Pleasures Instead of Few Big Ones&#8221;, e.g., or &#8220;Principle 5: Pay Now and Consume Later&#8221; [!]), there&#8217;s something about that approach that worries me. I think two of the other recommendations illustrate that: &#8220;Principle 1: Buy Experiences Instead of Things&#8221; and &#8220;Principle 2: Help Others Instead of Yourself&#8221;.</p>
<p>I follow the notion that experiencing something ultimately contributes more to our life than having something, and that a central part of our happiness is relatedness. I just doubt that money is the right frame to discuss these issues in. There are much simpler ways of both experiencing something and connecting with other people than spending money on either. And they both are prone to leading right into the next consumption wave, this time not about big TV sets, but amazing massage spas and, ahm, massage vouchers for our partners and friends?! Why not give that massage yourself?</p>
<p>On top of that, the &#8220;spend your money wisely&#8221;-approach keeps people working long hours, which for most people will tend to decrease happiness.</p>
<p>So the new talk about happiness seems to go right over the divide between a materialistic and spiritualistic view of life, and I&#8217;m quite excited to see how it will evolve.</p>
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		<title>One Dollar, one vote? Obama on corporate sponsored ads</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Aug 2010 22:46:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Neuer Plan]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>

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		<description><![CDATA[In a special post for my English-speaking friends and followers &#8211; I think my first English post ever, wohooo! &#8211; I want to point to an interesting video by Barack Obama. He is talking about a recent Supreme Court decision to allow (as far as I understand) unlimited and basically anonymous (!) ads targeting the [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In a special post for my English-speaking friends and followers &#8211; I think my first English post ever, wohooo! &#8211; I want to point to an interesting video by Barack Obama. He is talking about a recent Supreme Court decision to allow (as far as I understand) unlimited and basically anonymous (!) ads targeting the electorate.</p>
<p>I already <a href="http://www.nytimes.com/2009/06/30/us/politics/30movie.html">read</a> and <a href="/2009/07/03/unternehmen-in-der-politik/">wrote about this more than a year ago</a> (for <a href="http://translate.google.com/translate?js=y&#038;prev=_t&#038;hl=de&#038;ie=UTF-8&#038;layout=1&#038;eotf=1&#038;u=http://gedankenraum.neuerplan.org/2009/07/03/unternehmen-in-der-politik/&#038;sl=de&#038;tl=en">something like an English version</a> try Google Translate). Well, here is what Obama says:</p>
<p><span id="more-702"></span></p>
<p><object width="640" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/wjssObygXaQ?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube-nocookie.com/v/wjssObygXaQ?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="640" height="385"></embed></object></p>
<p>I also think what Justice Thurgood Marshall wrote in the 1990 Supreme Court decision on the same issue (with the opposite result) is very thoughtful:</p>
<blockquote class="quotescollection"><p><q>The corrosive and distorting effects of immense aggregations of wealth that are accumulated with the help of the corporate form have little or no correlation to the public’s support for the corporation’s political ideas.</q> <cite>&mdash;&nbsp;Justice Thurgood Marshall, for the majority in the 1990 Supreme Court decision, Austin v. Michigan Chamber of Commerce, which upheld restrictions on corporate spending to support or oppose political candidates., <a href=" http://www.nytimes.com/2009/06/30/us/politics/30movie.html"> http://www.nytimes.com/2009/06/30/us/politics/30movie.html</a></cite></p></blockquote>
<p>In my eyes, this is one of the most serious threats to the proper functioning of our democracies in the last decades.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Koran und Ringparabel im Dialog</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Aug 2010 01:26:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>

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		<description><![CDATA[In einem ZEIT Geschichte Heft zum Thema Aufklärung wird Lessings schöne Ringparabel aufgegriffen und von verschiedenen Literaten kommentiert, darunter auch Hilal Sezgin, türkischstämmige deutsche Schrifstellerin. Zunächst vollzieht sie sehr schöne eine Interpretation der Parabel als Religionsgeschichte nach &#8211; im Sinne der Erziehung des Menschen durch Gott war die Offenbarung der &#8220;einen Wahrheit&#8221; (Selbstverständnis der meisten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einem ZEIT Geschichte Heft zum Thema Aufklärung wird <a href="http://www.zeno.org/Literatur/M/Lessing,+Gotthold+Ephraim/Dramen/Nathan+der+Weise/3.+Akt/7.+Auftritt">Lessings schöne Ringparabel</a> aufgegriffen und von verschiedenen Literaten kommentiert, darunter auch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hilal_Sezgin">Hilal Sezgin</a>, türkischstämmige deutsche Schrifstellerin.</p>
<p>Zunächst vollzieht sie sehr schöne eine Interpretation der Parabel als Religionsgeschichte nach &#8211; im Sinne der Erziehung des Menschen durch Gott war die Offenbarung der &#8220;einen Wahrheit&#8221; (Selbstverständnis der meisten Religionen) ein Versuch, bzw. war für eine Zeit nötig und richtig. Doch diese Zeit geht oder ist vorbei, und der Wahrheitsglaube hat schon viel Unheil gestiftet. In der Begegnung relativiert sich nun dieser Wahrheitsanspruch, mit Lessing:</p>
<blockquote><p>Wie kann ich meinen Vätern weniger / Als du den deinen glauben? Oder umgekehrt.</p></blockquote>
<p>Spannend wird es für mich, wenn Sezgin nun behauptet und mit Koranstellen belegt, dass diese Erkenntnis im Islam nicht nur Platz findet, sondern für ihn gewissermaßen schon zur Entstehungszeit fundamental war. Sie schreibt:</p>
<blockquote><p>Dieses Paradox wiederum ist mir aus dem Koran äußerst vertraut. Es ist geradezu ein Kernthema des Islams, der sich ja als jüngstes Geschwister anderer Religionen begreift, also einerseits als wahre und andererseits als nur eine unter vielen Religionen. Gott sandte seine Propheten zu allen Völkern. Zu allen! Man sollte das ruhig einmal wörtlich nehmen. Demnach sprach Gott auch zu den früheren Schamanen, zu Hindus und Buddhisten. Auch sie besitzen also Zugang zur ewigen göttlichen Wahrheit. Was lehrt uns das darüber, was es heißt, Gott ergeben zu sein?</p></blockquote>
<p>Eine beeindruckende Koranstelle dazu ist:</p>
<blockquote><p>Jedem von euch gaben Wir ein Gesetz und einen Weg. Wenn Allah gewollt hätte, hätte er euch zu einer einzigen Gemeinde gemacht. Doch Er will euch in dem Prüfen, was er euch gegeben hat. Wetteifert darum im Guten. (Koran 5:47)</p></blockquote>
<p>Und hiermit unterstreicht Sezgin, dass die Vielfalt sogar als positive Aufgabe verstanden werden kann:</p>
<blockquote><p>O ihr Menschen! Wir erschufen euch aus einem Mann und einer Frau und machten euch zu Völkern und Stämmen, damit ihr einander kennen lernt. (Koran 49:13)</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Durchschlagende Amnesty-Werbung: Ein Stück weite Welt im Blick</title>
		<link>http://gedankenraum.neuerplan.org/2010/08/18/durchschlagende-amnesty-werbung-ein-stuck-weite-welt-im-blick/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 Aug 2010 18:00:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Aperçu]]></category>
		<category><![CDATA[Foto]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>

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		<description><![CDATA[Beim sinnlosen Surfen (statt Lernen, oh oh) habe ich eine schöne Seite gefunden, die optischen Täuschungen gewidmet ist. Und war dort besonders &#8220;begeistert&#8221; von Bildern von Amnesty-International-Plakaten, die wohl schon ein paar Jahre alt sind, aber auf mich schon als Fotos einen starken Eindruck gemacht haben. Das Motto ist: &#8220;Es geschieht nicht hier. Aber jetzt.&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Beim sinnlosen Surfen (statt Lernen, oh oh) habe ich <a href="http://www.moillusions.com">eine schöne Seite gefunden</a>, die optischen Täuschungen gewidmet ist. Und war dort besonders &#8220;begeistert&#8221; von <a href="http://www.moillusions.com/2006/05/amnesty-internaional-it-happens-not.html">Bildern von Amnesty-International-Plakaten</a>, die wohl schon ein paar Jahre alt sind, aber auf mich schon als Fotos einen starken Eindruck gemacht haben. Das Motto ist: &#8220;Es geschieht nicht hier. Aber jetzt.&#8221; Einfach anschauen!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Placebos wirken besser, wenn man dreiviertel dran glaubt</title>
		<link>http://gedankenraum.neuerplan.org/2010/08/16/placebos-wirken-besser-wenn-man-dreiviertel-dran-glaubt/</link>
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		<pubDate>Sun, 15 Aug 2010 23:18:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Konstruktivismus]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[In einem interessanten Gespräch mit meiner Schwester über die Frage, ob Ärzten erlaubt werden sollte, Placebos zu verschreiben, habe ich mich an einen Artikel aus dem Wissen-Teil der Süddeutschen erinnert. Es wird von einer Studie berichtet (im Original übrigens hier in den Archives of General Psychiatry), in der Parkinson-Patienten mit vorgeblich unterschiedlicher Wahrscheinlichkeit ein aktives [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einem interessanten Gespräch mit meiner Schwester über die Frage, ob Ärzten erlaubt werden sollte, Placebos zu verschreiben, habe ich mich an einen <a href="http://www.sueddeutsche.de/wissen/placebos-boten-aus-dem-nichts-1.983212">Artikel aus dem Wissen-Teil der Süddeutschen</a> erinnert. Es wird von einer Studie berichtet (im Original übrigens <a href="http://dx.doi.org/10.1001/archgenpsychiatry.2010.88">hier in den Archives of General Psychiatry</a>), in der Parkinson-Patienten mit vorgeblich unterschiedlicher Wahrscheinlichkeit ein aktives Medikament oder ein Placebo gegeben wurde. (Ich finde es nebenbei ziemlich erstaunlich, dass die zuständige Ethikkommission das durchgewunken hat &#8211; alle Patienten haben das Placebo erhalten, von informierter Zustimmung kann keine Rede sein).</p>
<p>Das erstaunliche Ergebnis ist jedenfalls, dass Patienten, die glaubten, mit 75% Wahrscheinlichkeit das aktive Medikament zu erhalten, sich deutlich (und auch was die bei Parkinson recht gut bekannten neurochemischen Veränderungen angeht) von den anderen Gruppen abhoben, insbesondere auch von der Gruppe, die davon ausgingen, dass sie mit Sicherheit das aktive Medikament erhalten würden.</p>
<p>Bezüglich des Verschreibens von Placebos wäre das ein klares Argument dafür &#8211; es würde allen Verschreibungen vom Arzt eine zusätzliche &#8220;rein psychische&#8221; Wirkung geben, wenn wir uns nicht mehr ganz sicher wären, dass das Medikament &#8220;echt&#8221; ist!</p>
<p>Dennoch bin ich insgesamt eher gegen eine derartige Psychologisierung des Allgemeinarztes. Ich finde, es entspricht nicht einem modernen Verständnis von psychologischen Interventionen, wenn derart mit Täuschung gearbeitet wird. Im Gegensatz dazu ziehe ich aus meiner <a href="http://www.amazon.de/dp/352545659X">Prüfungslektüre zu systemischer Therapie und Beratung</a> die Vermutung, dass sich ein ähnlicher Effekt auch mit einer sehr kurzen Psychotherapie erreichen ließe. Ich denke, dass ein großer Teil dieses Placeboeffekts bei ungewisser, aber hoffnungsvoller Erwartung durch eine veränderte Aufmerksamkeit zustande kommt, die sich mehr auf die Beobachtung dessen richtet, was sich vielleicht verbessert oder verändert hat. Und das gehört zum Standardinventar systemischer Techniken, mit denen Probleme &#8220;verflüssigt&#8221; werden. Übrigens gibt es in dieser Therapierichtung auch schon viel Erfahrung gerade mit chronischen Krankheiten mit starker biologischer Mitverursachung (z.B. Asthma oder Diabetes bei Kindern).</p>
<p>Und im Gegensatz zur wunderheilerartigen Placebointervention wird dabei gleichzeitig die Selbstbestimmung und Autonomie der Patienten/Klienten gestärkt, und ihr Vertrauen in ihre eigenen Problemlösefertigkeiten. Und &#8211; ich möchte eine potenzielle Einschränkung meiner Neutralität in dieser Frage nicht verschweigen &#8211; mir geht nicht so schnell die Arbeit aus&#8230;</p>
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		<title>Industrielle Tierproduktion wird Thema</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Aug 2010 21:21:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Veganismus]]></category>
		<category><![CDATA[Welt in Zahlen]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit einer Mischung aus Entsetzen und Freude lese ich einen Artikel in der Süddeutschen über die Proteste gegen den Bau einer riesigen Hähnchenschlachtanlage (voll ausgebaut wäre es die größte Europas). Was mich entsetzt bedarf nicht vieler Erläuterung, aber ein paar Zahlen möchte ich doch zitieren, sie stammen aus der derzeitigen Großanlage des Unternehmers: 6 Wochen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit einer Mischung aus Entsetzen und Freude lese ich einen <a href="http://www.sueddeutsche.de/leben/europas-groesste-haehnchenschlachtfabrik-bis-aufs-blut-1.988079">Artikel in der Süddeutschen</a> über die Proteste gegen den Bau einer riesigen Hähnchenschlachtanlage (voll ausgebaut wäre es die größte Europas). Was mich entsetzt bedarf nicht vieler Erläuterung, aber ein paar Zahlen möchte ich doch zitieren, sie stammen aus der derzeitigen Großanlage des Unternehmers: 6 Wochen lang ist der &#8220;Leben&#8221;szyklus der beteiligten Hühner, ein Kilo ihres Fleisches kostet im Discounter unter 6 Euro. Pro Jahr wandern knapp 120 Millionen Hähnchen durch die alte Fabrik, das sind 200.000 Tonnen Fleisch, ca. ein Viertel der deutschen Produktion.Die neugeplante Fabrik soll rund 135 Millionen schaffen.</p>
<p>Das Erfreuliche ist dabei: Die radikale (vegane) Protestbewegung schafft es auf relativ positive Weise in die Presse. Und es gibt starke Gegenbewegungen auch aus der Mitte der lokalen Bürgerschaft. Ungünstige Vernetzungen in der Politik werden deutlich &#8211; der Mann der niedersächsischen Landwirtschaftsministerin besitzt Deutschlands zweitgrößte Putenbrüterei.</p>
<p>Alles in allem zeigt das für mich einen positiven Trend in Deutschland an. Und mindestens in Bezug auf Hühnerfleisch sieht es im internationalen Vergleich auch schon gut aus: 10,7 Kilo wurden 2009 im Durchschnitt verzehrt, der EU-Schnitt sind 17,1, in Brasilien und den USA (?!) sind es über 40 Kilo&#8230; Es gibt viel zu tun, aber es ist auch schon viel getan.</p>
<p>PS: Die subversive Seite der Berichterstattung kann man <a href="http://antiindustryfarm.blogsport.de/">auf Blogsport</a> verfolgen</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Zitate auf einem alten T-Shirt</title>
		<link>http://gedankenraum.neuerplan.org/2010/08/14/zitate-auf-einem-alten-t-shirt/</link>
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		<pubDate>Fri, 13 Aug 2010 23:01:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Voller Freude und Nostalgie habe ich ein T-Shirt wiederentdeckt, das einige Zeit im Stapel unten lag (so ist es also auch für was gut, dass in der Prüfungsvorbereitung der Alltag ein wenig auf der Strecke bleibt): Ein Geburtstagsgeschenk von J&#038;J von 2005, voller weiser Zitate. Ich konnte es mir nicht verkneifen, sie allesamt meiner digitalen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Voller Freude und Nostalgie habe ich ein T-Shirt wiederentdeckt, das einige Zeit im Stapel unten lag (so ist es also auch für was gut, dass in der Prüfungsvorbereitung der Alltag ein wenig auf der Strecke bleibt): Ein Geburtstagsgeschenk von J&#038;J von 2005, voller weiser Zitate. Ich konnte es mir nicht verkneifen, sie allesamt meiner digitalen Zitatesammlung einzuverleiben (alle Zitate sind <a href="/zitate">hier</a> aufgelistet). Hier sind sie:</p>
<p><span id="more-684"></span></p>
<p>Wie im Original zunächst als bunte Sammlung ohne Urheber:</p>
<blockquote><p>Die Menschen drängen sich zum Lichte, nicht um besser zu sehen, sondern um besser zu glänzen. Die Wahrheiten der Menschen sind die unwiderlegbaren Irrtümer. Der Anfang ist die Hälfte des Ganzen. Wer einen guten Braten macht, hat auch ein gutes Herz. Wer Recht erkennen will, muß zuvor in richtiger Weise gezweifelt haben. Je mehr du gedacht, je mehr du getan hast, desto länger hast du selbst in deiner eigenen Einbildung gelebt. Unser Entscheiden reicht weiter als unser Erkennen. Ich kann, weil ich will, was ich muss. Es ist unmöglich, daß ein Mensch ohne Religion seines Lebens froh werde. Was einen Preis hat, an dessen Stelle kann etwas anderes als Äquivalent gesetzt werden; was dagegen über allen Preis erhaben ist, das hat seine Würde. Wenn wir die Ziele wollen, wollen wir auch die Mittel. Drei Wochen war der Frosch so krank! Jetzt raucht er wieder. Gott sei Dank! Seelenleiden zu heilen vermag der Verstand nicht, die Vernunft wenig, die Zeit viel, entschlossene Tätigkeit alles. Liebe ist die Fähigkeit, Ähnliches an Unähnlichem wahrzunehmen. Man schließt zu zweit einen Bund gegen die Welt und hält dann diesen égoisme à deux irrtümlich für Liebe und Vertrautheit. Nicht der ist reich, der viel hat, sondern der, welcher viel gibt. Gegen Angriffe kann man sich wehren, gegen Lob ist man machtlos. Heirate auf jeden Fall! Kriegst du eine gute Frau, wirst du glücklich. Kriegst du eine böse, dann wirst du Philosoph. Es blüht die Wurst nur kurze Zeit, die Freundschaft blüht in Ewigkeit. Wenn ein Freund weggeht, muß man die Türe schließen, sonst wird es kalt. Bankraub ist eine Unternehmung von Dilettanten. Wahre Profis gründen eine Bank. Man kann die Wahrheit nur mit List verbreiten. Gebt mir ein Museum, und ich werde es füllen. Wenn es nur eine Wahrheit gäbe, könnte man nicht hundert Bilder über dasselbe Thema malen. Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit; aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. Naturwissenschaft ohne Religion ist lahm, Religion ohne Naturwissenschaft ist blind. Wenn die Menschen nur über das sprächen, was sie begreifen, dann würde es sehr still auf der Welt sein. Nichts in der Welt wird so gefürchtet wie der Einfluß von Männern, die geistig unabhängig sind. Ist der Juli trocken und heiß, klebt dem Bauern die Hose am Steiß. Aus faulen Eiern werden keine Küken. Kaum hat mal einer ein Bissel was, gleich gibt es welche, die ärgert das. Ihr sprecht schon fast wie ein Franzos. Vom Eise befreit sind Strom und Bäche, durch des Frühlings holden belebenden Blick; im Tale grünet Hoffnungsglück.</p></blockquote>
<p>Wer eine Auflösung will:</p>
<blockquote class="quotescollection"><p><q>Die Menschen drängen sich zum Lichte, nicht um besser zu sehen, sondern um besser zu glänzen.</q> <cite>&mdash;&nbsp;Friedrich Nietzsche</cite></p></blockquote>
<blockquote class="quotescollection"><p><q>Die Wahrheiten der Menschen sind die unwiderlegbaren Irrtümer.</q> <cite>&mdash;&nbsp;Friedrich Nietzsche</cite></p></blockquote>
<blockquote class="quotescollection"><p><q>Der Anfang ist die Hälfte des Ganzen.</q> <cite>&mdash;&nbsp;Aristoteles</cite></p></blockquote>
<blockquote class="quotescollection"><p><q>Wer einen guten Braten macht, hat auch ein gutes Herz.</q> <cite>&mdash;&nbsp;Wilhelm Busch</cite></p></blockquote>
<blockquote class="quotescollection"><p><q>Wer Recht erkennen will, muß zuvor in richtiger Weise gezweifelt haben.</q> <cite>&mdash;&nbsp;Aristoteles</cite></p></blockquote>
<blockquote class="quotescollection"><p><q>Je mehr du gedacht, je mehr du getan hast, desto länger hast du selbst in deiner eigenen Einbildung gelebt.</q> <cite>&mdash;&nbsp;Immanuel Kant</cite></p></blockquote>
<blockquote class="quotescollection"><p><q>Unser Entscheiden reicht weiter als unser Erkennen.</q> <cite>&mdash;&nbsp;Immanuel Kant</cite></p></blockquote>
<blockquote class="quotescollection"><p><q>Ich kann, weil ich will, was ich muss.</q> <cite>&mdash;&nbsp;Immanuel Kant</cite></p></blockquote>
<blockquote class="quotescollection"><p><q>Es ist unmöglich, daß ein Mensch ohne Religion seines Lebens froh werde.</q> <cite>&mdash;&nbsp;Immanuel Kant</cite></p></blockquote>
<blockquote class="quotescollection"><p><q>Was einen Preis hat, an dessen Stelle kann etwas anderes als Äquivalent gesetzt werden; was dagegen über allen Preis erhaben ist, das hat seine Würde.</q> <cite>&mdash;&nbsp;Immanuel Kant</cite></p></blockquote>
<blockquote class="quotescollection"><p><q>Wenn wir die Ziele wollen, wollen wir auch die Mittel.</q> <cite>&mdash;&nbsp;Immanuel Kant</cite></p></blockquote>
<blockquote class="quotescollection"><p><q>Drei Wochen war der Frosch so krank! Jetzt raucht er wieder. Gott sei Dank!</q> <cite>&mdash;&nbsp;Wilhelm Busch</cite></p></blockquote>
<blockquote class="quotescollection"><p><q>Seelenleiden zu heilen vermag der Verstand nicht, die Vernunft wenig, die Zeit viel, entschlossene Tätigkeit alles.</q> <cite>&mdash;&nbsp;Johann Wolfgang von Goethe</cite></p></blockquote>
<blockquote class="quotescollection"><p><q>Liebe ist die Fähigkeit, Ähnliches an Unähnlichem wahrzunehmen.</q> <cite>&mdash;&nbsp;Theodor W. Adorno</cite></p></blockquote>
<blockquote class="quotescollection"><p><q>Man schließt zu zweit einen Bund gegen die Welt und hält dann diesen égoisme à deux irrtümlich für Liebe und Vertrautheit.</q> <cite>&mdash;&nbsp;Erich Fromm</cite></p></blockquote>
<blockquote class="quotescollection"><p><q>Nicht der ist reich, der viel hat, sondern der, welcher viel gibt.</q> <cite>&mdash;&nbsp;Erich Fromm</cite></p></blockquote>
<blockquote class="quotescollection"><p><q>Gegen Angriffe kann man sich wehren, gegen Lob ist man machtlos.</q> <cite>&mdash;&nbsp;Sigmund Freud</cite></p></blockquote>
<blockquote class="quotescollection"><p><q>Heirate auf jeden Fall! Kriegst du eine gute Frau, wirst du glücklich. Kriegst du eine böse, dann wirst du Philosoph.</q> <cite>&mdash;&nbsp;Sokrates</cite></p></blockquote>
<blockquote class="quotescollection"><p><q>Es blüht die Wurst nur kurze Zeit, die Freundschaft blüht in Ewigkeit.</q> <cite>&mdash;&nbsp;Wilhelm Busch</cite></p></blockquote>
<blockquote class="quotescollection"><p><q>Wenn ein Freund weggeht, muß man die Türe schließen, sonst wird es kalt.</q> <cite>&mdash;&nbsp;Bert Brecht</cite></p></blockquote>
<blockquote class="quotescollection"><p><q>Bankraub ist eine Unternehmung von Dilettanten. Wahre Profis gründen eine Bank.</q> <cite>&mdash;&nbsp;Bert Brecht</cite></p></blockquote>
<blockquote class="quotescollection"><p><q>Man kann die Wahrheit nur mit List verbreiten.</q> <cite>&mdash;&nbsp;Bert Brecht</cite></p></blockquote>
<blockquote class="quotescollection"><p><q>Gebt mir ein Museum, und ich werde es füllen.</q> <cite>&mdash;&nbsp;Pablo Picasso</cite></p></blockquote>
<blockquote class="quotescollection"><p><q>Wenn es nur eine Wahrheit gäbe, könnte man nicht hundert Bilder über dasselbe Thema malen.</q> <cite>&mdash;&nbsp;Pablo Picasso</cite></p></blockquote>
<blockquote class="quotescollection"><p><q>Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit; aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.</q> <cite>&mdash;&nbsp;Albert Einstein</cite></p></blockquote>
<blockquote class="quotescollection"><p><q>Naturwissenschaft ohne Religion ist lahm, Religion ohne Naturwissenschaft ist blind.</q> <cite>&mdash;&nbsp;Albert Einstein</cite></p></blockquote>
<blockquote class="quotescollection"><p><q>Wenn die Menschen nur über das sprächen, was sie begreifen, dann würde es sehr still auf der Welt sein.</q> <cite>&mdash;&nbsp;Albert Einstein</cite></p></blockquote>
<blockquote class="quotescollection"><p><q>Nichts in der Welt wird so gefürchtet wie der Einfluß von Männern, die geistig unabhängig sind.</q> <cite>&mdash;&nbsp;Albert Einstein</cite></p></blockquote>
<blockquote class="quotescollection"><p><q>Ist der Juli trocken und heiß, klebt dem Bauern die Hose am Steiß.</q> <cite>&mdash;&nbsp;Wilhelm Busch</cite></p></blockquote>
<blockquote class="quotescollection"><p><q>Aus faulen Eiern werden keine Küken.</q> <cite>&mdash;&nbsp;Wilhelm Busch</cite></p></blockquote>
<blockquote class="quotescollection"><p><q>Kaum hat mal einer ein Bissel was, gleich gibt es welche, die ärgert das.</q> <cite>&mdash;&nbsp;Wilhelm Busch</cite></p></blockquote>
<blockquote class="quotescollection"><p><q>Ihr sprecht schon fast wie ein Franzos.</q> <cite>&mdash;&nbsp;Johann Wolfgang von Goethe (Mephisto in Faust)</cite></p></blockquote>
<blockquote class="quotescollection"><p><q>Vom Eise befreit sind Strom und Bäche, durch des Frühlings holden belebenden Blick; im Tale grünet Hoffnungsglück.</q> <cite>&mdash;&nbsp;Johann Wolfgang von Goethe</cite></p></blockquote>
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		<title>Wozu ist unser Gedächtnis da?</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Aug 2010 14:45:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Konstruktivismus]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Kontext einer Gerichtsverhandlung mit widersprüchlichen Zeugenaussagen berichtet die Süddeutsche im Wissens-Ressort vom Stand der psychologischen Forschung zum Gedächtnis. Das Fazit ist recht einfach: Das Gedächtnis ist primär kein Archiv des vergangenen Lebens, sondern ein willfähriges Instrument zur Bewältigung der Gegenwart. Verschiedene interessante Experimente, die auch im Artikel berichtet werden, zeigen, dass spätere Ereignisse sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Kontext einer Gerichtsverhandlung mit widersprüchlichen Zeugenaussagen <a href="http://www.sueddeutsche.de/wissen/brunner-prozess-verwirrung-um-zeugenaussagen-das-gedaechtnis-luegt-1.978970">berichtet die Süddeutsche im Wissens-Ressort</a> vom Stand der psychologischen Forschung zum Gedächtnis. Das Fazit ist recht einfach:</p>
<blockquote><p>Das Gedächtnis ist primär kein Archiv des vergangenen Lebens, sondern ein willfähriges Instrument zur Bewältigung der Gegenwart.</p></blockquote>
<p>Verschiedene interessante Experimente, die auch im Artikel berichtet werden, zeigen, dass spätere Ereignisse sich mit den früheren Erinnerungen vermischen, genau wie Mediendarstellungen, damalige und heutige Motive, individuelle und kollektive Sinnstrukturen, und vieles andere mehr.</p>
<p>Was das ganze für Gerichtsprozesse bedeutet, wo Zeugenaussagen ja einen zentralen Stellenwert haben, ist eine wichtige und schwierige Frage. Für den Alltag meine ich, dass man es durchaus als Einladung verstehen kann, wie von Konstruktivisten verschiedentlich vorgeschlagen, unsere Alltagserzählungen mit anderen als dem Wahrheitskriterium zu bewerten. Und für die Wissenschaft? Dass wir uns überlegen müssen, ob wir es für möglich und wünschenswert halten, unsere biologischen Wahrnehmungs- und Erinnerungssysteme, die offensichtlich nicht auf eine objektive Abbildung der Wirklichkeit ausgelegt sind, durch technische Systeme zu ersetzen, die das zu leisten versuchen.</p>
]]></content:encoded>
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